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Scheßlitz

Scheßlitzer Räte in den Startlöchern

Reges Interesse herrschte an erster Stadtratssitzung der neuen Amtszeit in der Jura-Metropole.
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Die drei Bürgermeister mit den neuen Räten nach ihrer ersten Sitzung im Foyer der Grundschule  Foto: Udo Billen
Die drei Bürgermeister mit den neuen Räten nach ihrer ersten Sitzung im Foyer der Grundschule Foto: Udo Billen

Viele Zuschauer hatten sich in der Grundschule eingefunden, schließlich kam der neu gewählte Scheßlitzer Stadtrat zur konstituierenden Sitzung der neuen Legislaturperiode von 2020 bis 2026 zusammen. Aufgrund des gebotenen Sicherheitsabstands reichte der Platz in der Turnhalle nicht aus und einige mussten im Foyer Platz nehmen.

Mit Corona-Verhaltensregeln für den weiteren Verlauf, Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit durch Ersten Bürgermeister Roland Kauper (CSU) wurde die neue Amtszeit eröffnet. Er gab ein kleines Resümee und einen kurzen Einblick zur Arbeit im Stadtrat sowie die vor ihnen liegende Zeit, da gleich acht neue Ratsmitglieder an dem Abend zur Vereidigung anstanden.

Bei der Einleitung wies er auch auf Umstände hin, die in der Bevölkerung oft auf Unverständnis stoßen, sich aber dem Einfluss von Rat und Stadtverwaltung entziehen: bürokratische Hürden und lange Bearbeitungszeiten.

Neu im Stadtrat und damit vereidigt wurden Friedrich Schmittinger, Stephanie Vogt (beide CSU), Margit Schlaug (Grüne), Günter Blechschmidt (AfD), Maria Isabel Uhl (FL), Julia Kauper (VJW), Michael Dippold (CWG) und Michael Goppert (JISU).

Nach Festlegung der Stärke und Bezeichnung der Ausschüsse, Entschädigung der Mitglieder des Stadtrats (künftig 30 Euro Sitzungsgeld), Terminfestlegungen zu Beratung und Verabschiedung der neuen Geschäftsordnung, ging es an die Benennung des Wahlausschusses und zur Wahl der weiteren Bürgermeister.

Die weiteren Bürgermeister

Der Zweite Bürgermeister ist in dieser Funktion zugleich der Vertreter des Ersten Bürgermeisters. Zur Wahl standen Reinhold Söder (CSU) und Michael Lindner (FL). Neuer Zweite Bürgermeister von Scheßlitz ist Lindner (13:8 Stimmen).

Zum Dritten Bürgermeister, in Scheßlitz auch "Feuerwehr-Bürgermeister" genannt, da zuständig für alle Feuerwehren der Kommune, wurde schließlich Otto Nüßlein (VJW) mit zwölf Stimmen gewählt. Auf Pius Schmelzer (CWG) entfielen neun Stimmen.

Aus den Reihen der Stadtratsmitglieder wurden auch die Aufsichts- und Verbandsräte für Hauptschule, Grundschule, St. Elisabeth Seniorenzentrum und Zweckverband Kommunale Selbsthilfe im Landkreis Bamberg bestellt.

Einstimmig erfolgte die Bestellung des Ersten Bürgermeisters zum Eheschließungsstandesbeamten. Jugend-, Senioren- und Behindertenbeauftragte sollen in der nächsten Sitzung bestellt werden. Mit Ende der Legislaturperiode endet auch die Amtszeit der Ortssprecher. Die Findung neuer Ortssprecher gemäß Gemeindeverordnung für alle vor 1952 noch selbstständigen Stadtteile, sofern nicht im derzeitigen Stadtrat durch ein Stadtratsmitglied vertreten, können nach der Lockerung der Corona-Regelungen für öffentliche Versammlungen durchgeführt werden.

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