Scheßlitz
Trinkwasser

Scheßlitz wird komplett von FWO versorgt

Die Stadt Scheßlitz erhöht ihre Bestellmenge bei der Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO) auf 510 000 Kubikmeter. Damit werden ab sofort alle 30 Ortsteile zu 100 Prozent von der FWO versorgt. Außerd...
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Die Stadt Scheßlitz erhöht ihre Bestellmenge bei der Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO) auf 510 000 Kubikmeter. Damit werden ab sofort alle 30 Ortsteile zu 100 Prozent von der FWO versorgt. Außerdem übernimmt Scheßlitz interkommunal noch die Versorgung von zwei Ortsteilen aus der Nachbarstadt Bad Staffelstein, Kaider und Krögelhof.

Einstimmig entschieden

Die Entscheidung, die Bestellmenge um 40 000 Kubikmeter zu erhöhen, fiel im Stadtrat einstimmig. Laut Bürgermeister Roland Kauper (CSU) habe sich die Zusammenarbeit mit der FWO in der Vergangenheit bewährt. Schrittweise wurden alle Ortsteile der Stadt an die FWO angeschlossen. Der neue Vertrag gilt ab sofort und läuft bis Ende 2041. Damit sei die Trinkwasserversorgung langfristig sichergestellt, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. FWO-Vorsitzender Heinz Köhler bedankte sich für das Vertrauen.

Der Vertrag sei die Grundlage für eine langfristige interkommunale Kooperation. Die FWO ist als Zweckverband zu 100 Prozent in kommunaler Hand.

Schonend für Geräte

Mit einem Weichegrad von sechs für Haushaltsgeräte und Armaturen sei das Wasser der FWO besonders schonend, so Köhler.

Die Nitratbelastung liege mit 4,7 Milligram pro Liter (mg/l) deutlich unter dem Grenzwert von 50 mg/l, wegen des großen Schutzgebiets an der Talsperre. "Bei Entscheidungen der Trinkwasserinfrastruktur müssen verschiedene Bedingungen abgewogen werden, da sie langfristig wirken", sagte Köhler. "Die Kosten der Maßnahme, die Auswirkung auf die Umwelt, oder die Belastungen bei den Beteiligten, insbesondere der Bevölkerung. Deshalb wird die Effizienz in der Wasserversorgung immer bedeutender."

Die Herausforderungen

Verbandsdirektor Markus Rauh ging auf die künftigen Herausforderungen in der Wasserversorgung ein. Diese seien der Erhalt der Qualität des Wassers, Kosteneffizienz trotz steigender Vorkosten und anstehender Sanierungsmaßnahmen sowie der Klimawandel.

"Das führt alles dazu, dass die Wasserversorgung nicht einfacher werden wird", sagte Rauh.

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