Niederfüllbach
Interview

Scheffler: "Meeder ist Topfavorit"

Der zu Saisonbeginn hoch gehandelte Kreisligist TSG Niederfüllbach kommt langsam in Fahrt. Wir sprachen mit Coach Marcus Scheffler über den bisherigen Saisonverlauf. Herr Scheffler, was sind die Ursac...
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Marcus Scheffler
Marcus Scheffler

Der zu Saisonbeginn hoch gehandelte Kreisligist TSG Niederfüllbach kommt langsam in Fahrt. Wir sprachen mit Coach Marcus Scheffler über den bisherigen Saisonverlauf.

Herr Scheffler, was sind die Ursachen dafür, dass Ihre hocheingestuften Neuzugänge oft fehlen?

Marcus Scheffler: Die meisten Gegner geben gegen uns 120 Prozent weil sie sagen, dass wir aufgerüstet haben. Aber leider fehlte uns Manuel "Schunki" Friedlein wegen einer langwierigen Erkältung oder aus beruflichen Gründen. Lukas Werner kam nach seinem Kreuzbandriss zurück, spielte gegen Mönchröden mit zwei Treffern erstmals groß auf, aber zog sich dabei einen Muskelfasseris zu. Leo Scheler ist sozusagen der einzige neue Hochkaräter, wobei auch er nach dem Spiel gegen Meeder angeschlagen war.

Nach dem 2:2 gegen Heldritt, machten Sie einen Fehler Ihres Torwarts als Knackpunkt aus.

Wir haben nochmal darüber gesprochen und Domi Rädlein erklärte mir, wie er die Situation sah. Alles in allem sah er dabei einfach nicht gut aus, aber das Problem war ein Foul davor. Allgemein ist es so, dass uns ein Gegentor lähmt. Das wundert mich, denn wir haben eine erfahrene Truppe.

Spitzenreiter TSV Meeder ist bereits sieben Punkte enteilt. Wie schätzen Sie die Lage ein?

Meeder gewinnt die engen Kisten. Im Bericht gegen Coburg stand, dass das Spiel ausgeglichen war. Ich denke, es ist die gewachsene Struktur und die Cleverness, warum Meeder vorne ist und daher auch nun klarer Titelfavorit. Gerade das Thema Cleverness ist schwer bis gar nicht zu trainieren.

Im Rennen um Platz 2 ist alles möglich. Weidhausen hat einen Lauf und mit deren Kontakte sind auch noch weitere Wintertransfers möglich. Türkgücü ist einfach ekelhaft zu spielen, aber jeder lässt dort Punkte, daher sind sie auch in der Verlosung dabei. Genau wie Einberg, Staffelstein, Heldritt und Großgarnstadt.

Woran fehlt es Ihrer Mannschaft neben der Cleverness noch?

Im Teamgedanken ist Meeder einen Tick weiter. Wir verlassen uns oft auf unsere Klasse, aber das reicht eben nicht. Da sind zwei bis drei Prozent bei Trainingseinheiten, Spielvorbereitung und Leidenschaft, die wir zulegen wollen um ein Spitzenteam zu sein.

Über 200 Zuschauer kommen regelmäßig nach Niederfüllbach. Beflügelt oder hemmt das?

Vor allem ist es klasse, dass der Verein den Fußball lebt. Auch auswärts kommen oft über 60 Füllbacher Fans. Damit steigen auch die Erwartung und oft gibt es Kritik. Bisher blieb diese immer im Rahmen und wir sind froh, dass es Emotionen gibt und wir mit unseren tollen Fans diskutieren können. Die Fragen stellte Bastian Bieberbach

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