Lichtenfels

Schau mal, was auf der Erde abgeht

Es geht um Toleranz in der Gesellschaft und warum die Sternenkinder auf dem Planeten Zauberstern eingreifen.
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Die Sternenkinder auf dem Planeten Zauberstern beobachteten durch ihre Fernrohre das Geschehen auf der Erde. Fotos: Alfred Thieret
Die Sternenkinder auf dem Planeten Zauberstern beobachteten durch ihre Fernrohre das Geschehen auf der Erde. Fotos: Alfred Thieret
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Schüler der Arbeitsgemeinschaft Schulspiel der Dr.-Roßbach-Grundschule unter der Leitung der Rektorin Pia Löffler führten unter der musikalischen Begleitung der AG Orff gleich mehrfach das Musical "Sternenzauber" auf und ernteten von allen Seiten verdienten Beifall.

In dem Stück wird die Problematik der Abgrenzung und Ausgrenzung von Menschen untereinander in Szenen umgesetzt, in denen Tiere die Hauptrolle spielen. Diese erfahren schließlich durch den magischen Zauber der auftretenden Sternenkinder, dass man auch vom Aussehen und Verhalten andersartige Individuen akzeptieren sollte, so dass die ursprünglich Ausgegrenzten als wertvolle Mitglieder wieder in die Gemeinschaft aufgenommen werden.

"Häschen in der Grube"

Gleich zuallererst trat eine Hasengruppe in Erscheinung, die bezeichnenderweise "Häschen in der Grube" spielen wollte. Das in der Nähe befindliche Häschen beachteten sie aber nicht, sondern verspotteten es wegen seiner auffallend roten Nase. Das sahen die Sternenkinder auf dem Planeten Zauberstern, die mit ihren Fernrohren zur Erde schauten und sofort zur Erde schwebten. Sie bestreuten die Häschen mit Sternenstaub und verzauberten sie mit ihren magischen Kräften.

Danach waren die Hasen der Gruppe völlig verändert, sie vertrugen sich bestens mit dem rotnasigen Häschen, ja sie wünschten sich sogar selbst eine rote Nase. Dann marschierte eine Ameisenkompanie im Stechschritt auf die Bühne, kommandiert von ihrem Ameisenchef. Nur der Ameise Anna war das Gestampfe zuwider, sie wollte lieber tanzen.

Sternenstaub hilft

Die anderen Ameisen waren empört und riefen der Außenseiterin zu "Wir sind mutige Soldaten und keine Balletttänzer." Anna blickte hilfesuchend zum Himmel und schon nahten die Sternenkinder und brachten mit ihrem Sternenstaub alles wieder ins Lot.

Bei der dritten Episode bewunderten drei Schnecken gegenseitig ihre prächtigen Schneckenhäuser, ehe sie einer Nacktschnecke begegneten, über die sie lästerten, da sie so arm sei, dass sie sich kein Haus leisten könne. Das Argument, dass sie sich dafür leichter bewegen könne, ließen sie nicht gelten. Auch hier fanden die Sternenkinder schließlich eine Lösung, die alle zufriedenstellte.

Sogar bei den Fröschen war einer aus der Art geschlagen. Während alle Frösche übermütig herumhüpften, saß einer auf der Bank und schmökerte mit Hingabe in einem Buch. Dies passte den anderen nicht und sie entrissen ihm das Buch, weil sie Lesen uncool fanden. Auch hier bewirkten die Sternenkinder Wunder. Die coolen Frösche interessierten sich plötzlich für die Geschichte und ließen sich vom Lesefrosch aus seinem Lieblingsbuch "Harry Potter" etwas vorlesen.

Für eine tolerante Gesellschaft

Das Musical möchte ein Zeichen setzen für eine tolerante Gesellschaft. Es will auf feinfühlige Art über verschiedene Tiergeschichten zum Ausdruck bringen, dass man sich im Hinblick auf seine Mitmenschen nicht von Vorurteilen leiten lassen, sondern vielmehr ein friedliches Miteinander anstreben sollte. Rektorin Pia Löffler lobte die Leistung der Schüler und hob ihren Einsatz hervor. Schließlich hätten sie über einen Zeitraum von mehreren Monaten die Texte, Auftritte und Lieder einstudieren müssen, dafür gebühre ihnen eine große Anerkennung. Ihr Dank galt zudem den beteiligten Lehrkräften, dem Hausmeister Edi Meixner für Licht und Ton und der ehemaligen Sekretärin Roswitha Funk für die Hilfe bei der Kostümierung.

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