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Schamottenburg trotzt Thermomix

Studierende der Hochschule Coburg haben vier Modellhäuser gebaut, die nur mit einer Glühbirne geheizt werden. Vier Monate mussten sie sich bei Wind und Wetter bewähren. Das Modell mit der besten Energ...
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Wie viel Energie die Modelle nach draußen abgeben, zeigt die Wärmebildkamera.  Foto: Madelaine Ruska
Wie viel Energie die Modelle nach draußen abgeben, zeigt die Wärmebildkamera. Foto: Madelaine Ruska

Studierende der Hochschule Coburg haben vier Modellhäuser gebaut, die nur mit einer Glühbirne geheizt werden. Vier Monate mussten sie sich bei Wind und Wetter bewähren. Das Modell mit der besten Energiebilanz gewinnt. Jetzt stehen die Sieger fest. Für die Siegerehrung ist Prof. Friedemann Zeitler extra aus Südtirol angereist. Eigentlich ist der Professor für energieeffizientes Gebäudedesign gerade nicht in Coburg. Er arbeitet für ein paar Monate am Eurac Forschungszentrum in Bozen. Das Projekt liegt ihm aber so am Herzen, dass er den Weg gerne auf sich nahm.

Zeitler hatte einen Energieeffizienz-Wettbewerb unter Studierenden ausgerufen. Die Aufgabe: Ein ein Kubikmeter großes Gebäude inklusive Fenstern bauen, das den Wettereinflüssen von außen trotzt und sie effizient nutzen kann. Als einzige Wärmequelle dient eine Glühbirne.

22 Studenten haben mitgemacht - überwiegend aus den Studiengängen Architektur und Bauingenieurwesen. In vier Teams haben sie im vergangenen Winter Modellhäuser gebaut und am Coburger Schlachthof aufgestellt. Sensoren überwachten Temperatur und Energieverbrauch und sammelten die Daten, die am Schluss zur Bewertung wichtig waren.

Als im Winter die ersten Messergebnisse vorlagen, war erst mal gar nicht so klar, welche Strategie die beste sein würde. Die Bauwerke "Schamottenburg" und "Thermomix" setzten sich aber damals schon etwas von der Konkurrenz ab. Die einen bauten auf professionelle Ständerbauweise und Dämmung, die anderen auf eine geschickte Aufteilung des Innenraums, um mögliche Energieverluste durch das Fenster zu verhindern. Sieben Kriterien hat Prof. Friedemann Zeitler für die Bewertung festgelegt. Punkte gab es für einen geringen Energiebedarf, eine ausgeglichene Temperatur im Modell, das richtige Innenvolumen sowie das Einhalten der Vorgaben und ein stimmiges Konzept. Mit 21 Punkten setzte sich am Ende tatsächlich der Favorit durch. Die "Schamottenburg", erbaut von fünf Bauingenieur-Studenten mit Meister- oder Gesellenbrief, Christoph Klamert, Lorenz Diethelm, Harvey Bustamante Gonzalez, Sven Bergmann und Maximilian Dehm, und der Architekturstudentin Lea Hartmann.

Prof. Friedemann Zeitler bedankte sich auch bei den Projekten Creapolis und Coburger Weg. Beide machten den Energieeffizienz-Wettbewerb erst möglich. Der Coburger Weg durch seinen Innovationsfonds, Creapolis durch Unterstützung bei Organisation, Bau und allem, was rund ums Projekt nötig war. rus

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