LKR Bamberg

Schammelsdorf in Lauerstellung

Der TSV spielt eine starke Saison und belegt vor Beginn der Restrückrunde hinter dem VfL Frohnlach den zweiten Platz. Aber nicht alle Klubs aus dem Spielkreis Bamberg liegen im Soll.
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Auf unserem Partnerportal anpfiff.info können die User alle Spieler der Bezirksliga mit (Schul-)Noten bewerten. Mit der Note 1,3 erhielt Dietmar Schmuck (Torwart des FSV Unterleiterbach/links) das beste Ergebnis aller Akteure. Hier fängt der FSV-Torwart den Ball im Derby vor dem Ebens-felder Maximilian Dietz; rechts Fabian Bayer. Foto: sportpress
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Heiß auf regionalen Fußball nach einer sehr langen Winterpause sind nicht nur die Akteure, sondern auch die Fans. Mit drei Nachholspielen geht es am Wochenende in der Bezirksliga Oberfranken West wieder los. Eine Woche später startet der reguläre Punktspielbetrieb. Wie verlief die Saison für die neun Teams aus dem Teilspielkreis Bamberg bisher?

Vor Saisonbeginn waren sich die einig: Heißer Favorit auf die Meisterschaft und den sofortigen Wiederaufstieg ist der VfL Frohnlach. So kam es dann auch. Die Frohnlacher wurden ihrer Favoritenrolle bis zur Winterpause gerecht. Als stärksten Widersacher machten die Experten den TSV Mönchröden aus. Aber, nicht der TSV saß dem VfL im Nacken. Nein, es war der TSV Schammelsdorf, der auf Augenhöhe mitspielte. Erst am letzten Spieltag vor der Winterpause konnten sich die Frohnlacher etwas absetzen und gehen nun mit einem Vier-Punkte-Vorsprung vor dem TSV Schammelsdorf, der seinerseits gleich sechs Zähler vor dem Dritten, Aufsteiger Sylvia Ebersdorf, rangiert, in die Restrückrunde.

Hier ist weiter Spannung garantiert, da mit dem Vierten SV Merkendorf und TSV Mönchröden (5.) weitere Teams in der Lage sind, zumindest im Kampf um Platz 2 mitzumischen. Remis-Könige sind die Mönchrödener mit gleich acht Unentschieden in 20 Spielen. TSV SCHAMMELSDORF (Platz 2, 43 Punkte) Der TSV Schammelsdorf, sich seiner Stärke bewusst, gab als Saisonziel Platz 3 bis 5 aus. Damit ist die Mannschaft von Dominik Kauder, der selbst wegen einer Verletzung noch kein Spiel absolvieren konnte, mehr als im Soll. Seit Juli 2011 ist Kauder nun Trainer beim TSV. Diese Saison kann seine beste werden. Die Schammelsdorfer starteten mit fünf Siegen, was natürlich für das Selbstvertrauen eminent wichtig war und den weiteren Verlauf prägte. Trotz des Ausfalls wichtiger Akteure ließ der TSV nicht nach. Dies auch dank Pascal Herbst, der 21 der insgesamt 45 Tore besteuerte, darunter fünfmal das wichtige 1:0. Zu Hause blieben die Kauder-Schützlinge sehr lange unbesiegt. Erst in der letzten Partie vor der Winterpause gegen den FC Mitwitz gab es ein 0:1. Diese Niederlage, die vierte insgesamt, ließ den Rückstand auf Frohnlach auf vier Zähler anwachsen. Gegen Mitwitz war auch in der Hinrunde nichts zu holen. Garant des Erfolgs ist laut Kauder der ausgeglichen breite und qualitativ gute Kader, in dem sich insbesondere die jungen Akteure entwickelt hätten. SV MERKENDORF (Platz 4, 36 Punkte) Mit Thomas Schmidt als neuem Trainer startete der SV Merkendorf in die Saison - allerdings mit zwei Niederlagen, also einem Fehlstart. Danach blieb der SVM achtmal ungeschlagen, nur unterbrochen vom 0:1 gegen den VfL Frohnlach. Die Merkendorfer setzten sich folgerichtig im oberen Tabellenbereich fest. Ärgerlich aus ihrer Sicht war die 2:3-Heimniederlage gegen den SV Würgau. 36 Punkte und Platz 3 ist aber ist ein sehr gutes Abschneiden.

TSV EBENSFELD (Platz 7, 29 Punkte) Ebenfalls mit einem neuen Trainer ging der TSV Ebensfeld in die Saison. Oliver Kellner hat die Aufgabe, den TSV im gesicherten Mittelfeld zu platzieren. Es wurde ein zäher Start mit dem ersten "Dreier" erst am vierten Spieltag. Danach ging es munter mit Siegen und Niederlagen weiter. Im Vergleich zur vergangenen Saison aber konnte der TSV die Heimschwäche ablegen und fuhr sechs "Dreier" auf eigenem Platz ein. Dies nicht zuletzt dank Lukas Faulstich, der mit 15 Treffern, darunter vier Strafstößen, fast die Hälfte der insgesamt 31 Tore erzielte.

TSV BREITENGÜSSBACH (Platz 8, 28 Punkte) Das obere Mittelfeld ist das Ziel des TSV Breitengüßbach unter Coach Marco Hillemeier. Um dies zu erreichen, müssen die Güßbacher aber noch eine Schippe drauflegen. Die ersten sechs Partien mit nur einer Niederlage deuteten an, dass dieses Vorhaben durchaus realistisch ist. Danach folgten Licht und Schatten der Mannschaft um Torjäger Waldemar Meyer. Dem goldenen Oktober mit zehn Punkten folgten drei Niederlagen, die die Hillemeier-Schützlinge zurückwarfen.

FC OBERHAID (Platz 10, 26 Punkte) Recht spektakulär verlief die bisherige Runde für den FC Oberhaid. Er verpflichtete mit Torsten Oehrl einen ehemaligen Profifußballer ohne Trainererfahrung. Nach dem Torjäger-Aderlass war klar, dass der FCO wohl nicht mehr an die guten Leistungen vergangener Zeiten würde anknüpfen können. Die Ergebnisse waren dann auch durchwachsen. Nach dem 0:2 beim SV Würgau legte Oehrl sein Amt nieder. Der FC Oberhaid stand zu diesem Zeitpunkt hinten drin. Oehrls Vorgänger Alex Stretz übernahm bis zur Winterpause, und der FC holte unter ihm 13 Punkte. Das bedeutet Platz 1 in der Rückrundentabelle. Das Ziel für Stretz, weg von den Abstiegsplätzen zu kommen, war erreicht. Mit Uwe Ernst (zuletzt FC Sand) haben die Oberhaider mit Beginn des Jahres 2019 einen erfahrenen Übungsleiter verpflichtet.

DJK BAMBERG II (Platz 11, 25 Punkte) Schnell den Klassenerhalt sichern und attraktiven Fußball spielen, so lautete das Ziel der Bayernliga-"Zweiten" der DJK Bamberg. Doch das in die Tat umzusetzen, wurde für das Team von Trainer Daniel Hollet nicht zum Selbstläufer. Insbesondere der August mit vier Niederlagen warf die DJK Don Bosco II zurück, so dass der Kontakt mit den Abstiegsplätzen lange Zeit vorhanden war. Doch eine Erfolgsserie von zwölf Punkten verschaffte der DJK etwas Luft. Auffallend bei den Bambergern, die einen Altersschnitt von 22 Jahren haben: Die 37 Treffer in den 19 Begegnungen erzielten 14 verschiedene Akteure.

SPVGG EBING (Platz 12, 25 Punkte) Ein einstelliger Tabellenplatz, dieses Ziel ist für die SpVgg Ebing durchaus realistisch. Denn darunter fällt auch Rang 9. Mit Neu-Trainer Reimund Helmreich, vormals langjähriger Libero und Leistungsträger der Ebinger, startete die SpVgg allerdings mit drei Niederlagen am Stück. Diesen folgten drei Siege, und die Welt schien wieder in Ordnung. Als jedoch die letzten vier Partien der Hinrunde verloren gingen, zogen die Verantwortlichen die Konsequenzen. Helmreich musste nach nur 15 Spieltagen gehen. Kurzfristig übernahmen das Trainerduo Landgraf/Fuchs, die Negativserie konnte aber nicht beendet werden. Mit Thomas Mutors fanden die Ebinger einen neuen Coach, der seinen Einstand mit einem Sieg feierte und aus den letzten beiden Matches vor der Winterpause noch einen Zähler holte. Woran Mutors in erster Linie arbeiten muss, ist bei 50 Gegentoren augenscheinlich.

FSV UNTERLEITERBACH (Platz 13, 24 Punkte) Für den FSV Unterleiterbach steht als Saisonziel ein gesicherter Mittelfeldplatz auf dem Zettel. Ein Wunsch, der sich für die Schützlinge von Spielertrainer Tobias Eichhorn bislang (noch) nicht erfüllt hat. Der Aufsteiger steht auf dem Relegationsplatz. Der FSV schaffte es bislang nicht, über einige Wochen eine erfolgreiche Serie abzurufen. Die Ergebnisse waren einfach zu wechselhaft. Ein Highlight jedoch verbuchen die Unterleiterbacher. Beim haushohen Favoriten VfL Frohnlach gewannen sie mit 4:1, und dies vollauf verdient. Ein positive Serie braucht der Neuling nach der Winterpause, um sein Ziel zu erreichen.

SV WÜRGAU (Platz 15, 12 Punkte) Groß war der Jubel des SV Würgau, als er im Relegationsspiel der vergangenen Saison gegen den FSV Buttenheim das Elfmeterschießen gewann. Doch danach war allen klar, dass es auch in dieser Spielzeit ein Kampf ums Überleben sein wird. So kam es dann auch. Die Jungs von Trainer Stefan Sperber starteten sehr schlecht und hatten nach sechs Partien erst einen Punkt. Der negative Höhepunkt: das 0:11 beim TSV Mönchröden. Dies steckte der SVW aber sehr gut weg. Es folgte das wichtige 1:0 gegen den ASV Kleintettau. Die Würgauer wehrten sich fortan nach allen Kräften. Doch Erfolge wollten sich nur wenige einstellen. In zehn Partien blieb der SV ohne eigenen Treffer. Doch das 2:0 gegen den FC Oberhaid, der 3:2-Sieg beim SV Merkendorf und das 1:1 gegen den TSV Ebensfeld lässt die Sperber-Truppe weiter hoffen, auch wenn der Abstand zum Relegationsrang schon zwölf Zähler beträgt.

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