Herzogenaurach
Transformation

Schaeffler und die IG Metall schließen eine Zukunftsvereinbarung

Der Vorstand der Schaeffler AG, der Betriebsrat und die IG Metall haben am Montag eine Zukunftsvereinbarung unterzeichnet. Deren Ziel ist es, die Weiterentwicklung und die Transformation der Schaeffle...
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Der Vorstand der Schaeffler AG, der Betriebsrat und die IG Metall haben am Montag eine Zukunftsvereinbarung unterzeichnet. Deren Ziel ist es, die Weiterentwicklung und die Transformation der Schaeffler Gruppe - insbesondere mit Blick auf die drei großen Zukunftsthemen E-Mobilität, Industrie 4.0 und Digitalisierung - im Interesse des Unternehmens und der Mitarbeiter gemeinsam zu bewältigen und voranzutreiben.


"Mitarbeiter aktiv mitnehmen"

Die Zukunftsvereinbarung beruht auf der Überzeugung des Vorstands der Schaeffler AG und der Betriebsparteien von Schaeffler sowie der IG Metall, dass der notwendige Transformationsprozess im Rahmen eines konstruktiven, die Interessen aller Beteiligten berücksichtigenden Dialogs, erfolgreich gestaltet werden sollte, heißt es dazu in einer gestern veröffentlichten Pressemitteilung. "Es ist dabei allen Beteiligten ein besonderes Anliegen, die Mitarbeiter auf diesem Weg aktiv mitzunehmen und auf die Zukunftschancen vorzubereiten, die der Veränderungsprozess mit sich bringt", heißt es darin wörtlich.
Als Teil der Zukunftsvereinbarung wird ein paritätisch besetzter Steuerkreis aus Vertretern des Betriebsrats und der IG Metall sowie Mitgliedern des Vorstands etabliert, der als Koordinations- und Informationsgremium fungiert und sich zu den relevanten Zukunftsthemen abstimmt.
Im Mittelpunkt der Vereinbarung steht neben dem Thema Qualifizierung und Weiterbildung das Ziel, deutsche Schaeffler-Standorte auf wirtschaftlich tragfähige Art und Weise zu stärken.


Steuerkreis entscheidet

Betriebsbedingte Kündigungen sind grundsätzlich ausgeschlossen. Im Rahmen von Betriebsänderungen sind betriebsbedingte Kündigungen erst zulässig, wenn aus Sicht des Steuerkreises alle Maßnahmen zur Vermeidung der betriebsbedingten Kündigungen nach dieser Vereinbarung ausgeschöpft sind. Im Steuerkreis sind darüber Entscheidungen zu treffen.
Schaeffler bekennt sich darüber hinaus zur Tarifbindung der Metall- und Elektroindustrie und strebt im Rahmen des "One-Schaeffler"-Ansatzes an, gemeinsam mit der IG Metall vergleichbare Arbeitsbedingungen an den Standorten zu schaffen, die bislang noch nicht der Tarifbindung unterliegen.
Zudem wird Schaeffler im Rahmen der Zukunftsvereinbarung über einen Zeitraum von fünf Jahren einen Innovationsfonds in Höhe von insgesamt 50 Millionen Euro zur Verfügung stellen.


Fonds fördert die Innovation

Dieser Fonds dient dazu, Innovation zu fördern und dabei den Ideenreichtum von Mitarbeitern aktiv zu berücksichtigen, nachhaltige Wertschöpfung zu schaffen, Standorte zu stärken und so Arbeitsplätze langfristig zu sichern. Grundlage für die Weiterentwicklung der Schaeffler Gruppe ist die Ende 2016 verabschiedete Strategie "Mobilität für morgen" und das Zukunftsprogramm "Agenda 4 plus One" mit seinen 20 strategischen Initiativen.


Für Zukunft ausrichten

Zu diesen 20 Initiativen gehören - neben den bereits genannten Zukunftsthemen E-Mobilität, Industrie 4.0 und Digitalisierung - unter anderem die Initiativen "Qualifizierung für morgen", "New Work" oder die Entwicklung der "Fabrik für morgen". Ziel des Programms "Agenda 4 plus One" ist es, die Schaeffler Gruppe erfolgreich auf die Herausforderungen der Zukunft auszurichten und so die Voraussetzungen für weiteres nachhaltiges und profitables Wachstum zu schaffen. red
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