Herzogenaurach

Schaeffler bekommt mehr Platz

755 Meter stillgelegte Bahntrasse in Höhe der Industriegebäude sollen freigestellt werden. Die Fläche käme dem Unternehmen Schaeffler und der Trasse der Stadt-Umland-Bahn zugute. Betroffen ist auch der Campingbahnhof.
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Zwischen den Schaeffler-Bauten im Hintergrund und der Hans-Maier-Straße (vorne) soll neues Baurecht geschaffen werden, die stillgelegte und teilweise bereits abmontierte Bahntrasse soll auf knapp 800 Metern Länge keine Rolle mehr spielen. Auch der Campingbahnhof (flacher Bau) zählt zu den Bahnanlagen.  Foto: Bernhard Panzer
Zwischen den Schaeffler-Bauten im Hintergrund und der Hans-Maier-Straße (vorne) soll neues Baurecht geschaffen werden, die stillgelegte und teilweise bereits abmontierte Bahntrasse soll auf knapp 800 Metern Länge keine Rolle mehr spielen. Auch der Campingbahnhof (flacher Bau) zählt zu den Bahnanlagen. Foto: Bernhard Panzer

Bernhard Panzer Die Bahnstrecke entlang des Firmengeländes von Schaeffler bis zum ehemaligen Bahnhof wird nicht mehr benötigt. Das sagt Bürgermeister German Hacker (SPD) und bezieht sich auf städtebauliche Zielsetzungen und den geplanten Bau einer Wendeanlage für die Stadt-Umland-Bahn.

Deshalb soll dem Stadtrat vorgeschlagen werden, diese Teilstrecke der stillgelegten Bahntrasse von Bahnbetriebszwecken freizustellen. Der Planungsausschuss soll am kommenden Mittwoch bereits dementsprechend einen Empfehlungsbeschluss aussprechen.

Vor allem geht es dabei auch darum, bauliche Arrondierungsmöglichkeiten für die Firma Schaeffler zu schaffen, wie Hacker in einem Vorabgespräch zur Sitzung sagte. Hierfür soll der Bebauungsplan "Bahnlinie" aufgehoben werden. Das bedeutet unter anderem, dass das bisherige Bahnareal in diesem Bereich, wenn es innerhalb des Werksgeländes liegt, zum Industriegebiet zugeschlagen wird. Schaeffler könnte also innerhalb überschaubarer Zeit darauf zurückgreifen, wenn sich entsprechende Entwicklungen ergäben.

Möglich sei diese Umplanung geworden, weil die dortigen, zwischen den Industriebauten und der Hans-Maier-Straße gelegenen Grundstücke der Bahnanlagen, allesamt bereits entweder im Besitz der Stadt oder von Schaeffler sind. Es handelt sich immerhin um eine Fläche von fast 13 100 Quadratmetern bei einer Trassenlänge von 755 Metern.

Des Weiteren könne man damit die Flächen für eine mögliche Trasse der Stadt-Umland-Bahn (StUB) sichern. Gegebenenfalls müssten die Eigentumsverhältnisse der Grundstücke dann gegeneinander getauscht werden, sagt Hacker.

Freilich hätte man das auch im Planfeststellungsverfahren zur StUB machen können. Das aber werde mehrere Jahre in Anspruch nehmen. So aber sei man für etwaige Schaeffler-Vorhaben zeitlich flexibler.

Betroffen von dem Vorhaben ist auch ein dort befindliches Fachgeschäft für Reisezubehör namens "Campingbahnhof", da es zum Bahngelände gehört. Die Stadt hat laut Hacker als Eigentümer den Mietvertrag bereits gekündigt. So lange sich bei Schaeffler aber nichts ergibt, könnte auch befristet verlängert werden, ergänzte Hacker.

Er betonte auch, dass von den geplanten Änderungen im Stadtgebiet die Trassenführung zwischen der künftigen Südumfahrung und dem Erlanger Ortsteil Kriegenbrunn selbstverständlich nicht betroffen sei. Diese Trasse werde wie vorgesehen aufrechterhalten, sofern in ferner Zukunft vielleicht doch eine Bahn dort fahren sollte, meinte der Bürgermeister.



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