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Schäferstube in Ahorn kommt mit ihrem Gastro-Konzept an

Beim Zweckverband Museen im Coburger Land freut man sich über eine Auszeichnung der Schäferstube als eine der "100 Beste Heimatwirtschaften". Die Schäferstube in Ahorn folgt nicht dem Trend von Slow F...
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Beim Zweckverband Museen im Coburger Land freut man sich über eine Auszeichnung der Schäferstube als eine der "100 Beste Heimatwirtschaften". Die Schäferstube in Ahorn folgt nicht dem Trend von Slow Food oder Molekularküche, sondern versucht Tradition und regionale Kultur zu stärken. Die Besonderheit der Schäferstuben als Museumsgaststätte der Alten Schäferei in Ahorn weiß die Betreiberin Christine Grempel zu würdigen: "Uns ist es wichtig, regionale Identität zu stärken und verloren geglaubte Traditionen wieder zu beleben und zu erhalten." Dieses Engagement um den Erhalt von Wirtshauskultur wurde von der Bayerischen Staatsregierung mit dem Label "100 Beste Heimatwirtschaften" ausgezeichnet. "Die so prämierten Gaststätten leisten einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der bayerischen Identität und Heimat", heißt es in einer Pressemitteilung. Die Schäferstuben setzten sich, zusammen mit 99 anderen Wirtshäusern, mit ihrem Konzept gegen mehrere Hundert Gaststätten im ländlichen Raum Bayerns durch.
Der Vorsitzende des Zweckverbands für Museen im Coburger Land, Landrat Michael Busch, beglückwünschte Wirtin Grempel zu ihrer Prämierung und wies auf die Bedeutung von Gastwirtschaften in ländlichen Gegenden hin: "Solche urigen und gemütlichen Wirtshäuser sind wichtig für den sozialen Zusammenhalt in einer Gesellschaft. Sie sind ein Treffpunkt für junge und alte Bürgerinnen und Bürger, zugleich sind sie identitätsstiftend." Ahorns Bürgermeister Martin Finzel ergänzte: "Wenn man merkt, wie viele Gasthäuser gute Betreiber suchen, dann können wir uns in Ahorn glücklich schätzen, solche Wirte zu haben." Zu den identitätsstiftenden Aktionen zählen Volksmusik- und Tanzabende, wie auch das Wirtshaussingen. Neben den kulturell-musikalischen Veranstaltungen kann man in den Wintermonaten unter anderem am "zamgassn" teilnehmen. Bürgermeister Finzel, der ein großer Fan davon ist, erklärt, was es damit auf sich hat: "Dabei werden alte Rezepte gekocht und die Gäste können Wünsche und traditionelle Rezepte einbringen, die sie beim nächsten Mal vorgesetzt bekommen." "Hinzu kommt, dass nicht nur im Museum nebenan Geschichte erzählt und weitergegeben wird, sondern durch Dialekte, Geschichten und Lieder ein Teil der immateriellen Kultur erhalten werden kann", so Grempel. red


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