Thurnau
grossbrand

Schaden geht in die Millionen

Nach dem Großfeuer auf dem Bauernhof in Menchau (Markt Thurnau, Landkreis Kulmbach), das am Donnerstag ausgebrochen ist, wurde auch am Freitag noch gelöscht. Es gab laut Polizei zehn Verletzte, der 42...
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Nach dem Großfeuer auf dem Bauernhof in Menchau (Markt Thurnau, Landkreis Kulmbach), das am Donnerstag ausgebrochen ist, wurde auch am Freitag noch gelöscht. Es gab laut Polizei zehn Verletzte, der 42-jährige Hofbesitzer Harald Groppweiß wurde schwer verletzt. Die Feuerwehr spricht von etwa 20 verendeten Tieren. Stallungen, Scheunen und Nebengebäude sind niedergebrannt, das Wohnhaus ist eine Ruine. Der 42-jährige Landwirt erlitt schwere Verbrennungen und wurde in ein Spezialkrankenhaus geflogen. Auch die 36-jährige Ehefrau wurde leicht verletzt. Es waren Hunderte Einsatzkräfte am Brandort - in der Spitzenzeit rund 230 Feuerwehrkräfte, 55 BRK-Helfer und 51 vom Technischen Hilfswerk. Wie die Polizei mitteilt, haben mehrere Feuerwehrmänner und Helfer Rauchgase eingeatmet oder sich leicht verletzt.

Am Freitagmorgen haben die Spezialisten der Kriminalpolizei ihre Ermittlungen am Brandort fortgesetzt und erste Spurensicherungen vorgenommen. Sie erhielten Unterstützung durch die Besatzung eines Polizeihubschraubers, die Aufnahmen aus der Luft fertigte. Nach derzeitigem Ermittlungsstand dürfte das Feuer entstanden sein, als der 42-jährige Landwirt Arbeiten mit einem Strohhäcksler durchführte.

Wo kommt die Familie unter? Eine Frage, die sich viele gestellt haben, nachdem die Familie ihr ganzes Hab und Gut verloren hat. Während der Hofbesitzer im Krankenhaus liegt, haben die Ehefrau, die drei Kinder und die Großmutter die Brandnacht bei Verwandten verbracht. Auch ein Zuhause auf Zeit hat die Familie schon gefunden. Von den 120 Tieren, vor allem Rinder und einige wenige Schweine, konnte ein Großteil gerettet werden - vom Landwirt selbst und den Helfern, die sich in die brennenden und stark verrauchten Stallungen gewagt haben. Die geretteten Tiere wurden auf einer Wiese untergestellt. An einem mobilen Melkstand wurden die Kühe gestern gemolken. Für die Rinder wurde gestern ein Stall gesucht - und gefunden. Wie BBV-Kreisobmann Wilfried Löwinger mitteilte, werden die Tiere über den Winter in einem Stall im Landkreis Bamberg untergebracht. br

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