Unterrodach

Sanierungskonzept: Marktrodach will die Kläranlage wieder auf Vordermann bringen

Veronika Schadeck Marktrodach —  Die Marktrodacher werden in den nächsten Jahren bis zu einer Million Euro in die Ertüchtigung ihrer Kläranlage investieren müssen. Bei der Gemeinderatssitzung am Monta...
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Die Kläranlage des Marktes Marktrodach wurde in den 90er Jahren zum letzten Mal generalsaniert. Jetzt muss die Gemeinde rund eine Million Euro in die Ertüchtigung investieren. Foto: Veronika Schadeck
Die Kläranlage des Marktes Marktrodach wurde in den 90er Jahren zum letzten Mal generalsaniert. Jetzt muss die Gemeinde rund eine Million Euro in die Ertüchtigung investieren. Foto: Veronika Schadeck

Veronika Schadeck Marktrodach —  Die Marktrodacher werden in den nächsten Jahren bis zu einer Million Euro in die Ertüchtigung ihrer Kläranlage investieren müssen. Bei der Gemeinderatssitzung am Montagabend gingen Thomas Kleylein vom Planungsbüro HTS und Hugo Barthel von ProTerra GmbH auf notwendige Sanierungsmaßnahmen ein. Unter anderem muss in das Kanalnetz und in die Mischwasserbehandlungsanlagen investiert werden.

Wie bereits berichtet, hat der Markt im Januar 2018 eine neue Erlaubnis beantragt, Abwasser aus seiner Kläranlage und Mischwasser aus den im Einzugsgebiet der Kläranlage vorhandenen zwölf Mischwasserbehandlungsanlagen in die Rodach einzuleiten. Die Kläranlage kann die Reinigungsleistung aufgrund des hohen Fremdwasseranteils nicht mehr erbringen.

Wie Bürgermeister Norbert Gräbner (ÜWG) erklärte, habe nun die Gemeinde am 10. Juli 2019 eine wasserrechtliche Erlaubnis zur Benutzung der Rodach durch Einleiten gesammelter Abwässer erhalten. Die erlaubte Gewässerbenutzung diene der Beseitigung des in der Kläranlage behandelten Schmutzwassers sowie des Mischwassers aus den insgesamt zwölf Entlastungsbauwerken der Mischkanalisation im Einzugsbereich der Kläranlage. Das Einzugsgebiet, so der Bürgermeister, umfasst eine kanalisierte Fläche von 231 Hektar. Angeschlossen ist ein Großteil der Gemeindeteile mit rund 3700 Einwohnern.

Laut Gräbner endet die Erlaubnis bereits im Dezember 2022. Das Gremium kam nun überein, ein detailliertes Sanierungskonzept erstellen zu lassen. Die Finanzmittel sollen in den nächsten Jahren im Haushalt mit berücksichtigt werden.

Elterninitiative präsentiert Projekt

Die Oberrodacher Eltern wollen einen neuen Spielplatz für ihre Kinder. Deshalb präsentierte Julia Köstner die Vorstellungen der Elterninitiative "Spielplatz Oberrodach". Köstner wies darauf hin, dass eine kreative Spielplatzgestaltung für die Entwicklung der Kinder von großer Bedeutung sei. Spielen gehöre für Kinder zu den Grundfunktionen des Lebens. Spielen diene der Erholung, fördere Kreativität, Fantasie, Beweglichkeit, Kondition und Fitness.

Sie sprach davon, dass bei neuen Wohngebieten die Ausweisung von Spielplatzflächen in der Baugesetzgebung vorgeschrieben sei. Julia Köstner hat bereits Kontakt mit verschiedenen Firmen aufgenommen und sprach von Kosten in Höhe von rund 50 000 Euro.

Die Präsentation beeindruckte den Bürgermeister und das Gremium. Es wurde versprochen, das Projekt Spielplatz Oberrodach in die Haushaltsberatungen mit aufzunehmen, gleichzeitig will sich die Verwaltung wegen möglicher Förderungen erkundigen. In einer der nächsten Sitzungen soll ein Beschluss gefasst werden.

Weiterhin ging es um den Ausbau der B 173 im Bereich von Marktrodach. Bürgermeister Gräbner meinte, dass mit der Fertigstellung der Ortsumgehung Zeyern einer Erneuerung der Bundesstraße im Bereich der Ortsdurchfahrt Unterrodach nichts mehr im Wege stünde. Angedacht ist nun eine Sanierung der Decke sowie die Erneuerung des Oberbaus für das Jahr 2021. Weiterhin steht dem Ausbau der Kreuzung B 173/303 für einen möglichen Kreisverkehr nichts mehr im Wege. Der Bürgermeister meinte, da die Gemeinde den Bau einer Ortsumgehung Unterrodach abgelehnt habe, würde auch ein standortbezogener Ausbau mit Lärmschutz Sinn machen. Bei einem persönlichen Termin mit dem Staatlichen Bauamt soll nun das weitere Vorgehen besprochen werden.

Unter Punkt "Sonstiges" fragte Oliver Skall nach dem Stand der Personalstatistik. Dies hatte er in der Sitzung beantragt. Bürgermeister Norbert Gräbner wies darauf hin, dass der Antrag zu Kenntnis genommen wurde und in einer der nächsten Sitzungen behandelt werde.

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