Kirchlauter

Sanierung kann starten

Der Gemeinderat Kirchlauter sprach über die "Obere Wirtschaft" in Neubrunn.
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Die Grillhütte vor der "Oberen Wirtschaft" muss aus statischen Gründen abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.  Foto: Günther Geiling
Die Grillhütte vor der "Oberen Wirtschaft" muss aus statischen Gründen abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Foto: Günther Geiling

Die Außensanierung der "Oberen Wirtschaft" in Neubrunn, die im Eigentum der Dorfgemeinschaft Neubrunn steht, kann in nächster Zeit begonnen werden. Der Zuwendungsbescheid des Amtes für ländliche Entwicklung liegt jetzt vor und sieht einen Zuschuss von 65 Prozent auf die förderfähigen Kosten vor, maximal jedoch 187 600 Euro. Dies teilte der Bürgermeister Karl-Heinz Kandler (SPD) dem Gemeinderat Kirchlauter in seiner jüngsten Sitzung mit.

In einer eingehenden Untersuchung haben Statiker zur Erstellung der Werkplanung und der Ausschreibungsunterlagen festgestellt, dass die Holzbalkendecke über dem ersten Obergeschoss durch Holzwurmbefall so stark geschädigt ist, dass sie abgebrochen und erneuert werden muss. Des Weiteren ergab die Überprüfung der Fundamente und der Außenwände der angebauten Grillhütte, dass ein kompletter Neubau die wirtschaftlichere Lösung gegenüber der ursprünglich geplanten Dacherneuerung ist.

Entwurfsplanung

Grundlage für das Projekt ist die Entwurfsplanung des Architekturbüros Hubertus Gieb aus Zeil mit ihrer Kostenberechnung, nach der die Gesamtbaumaßnahmen auf rund 367 600 Euro kommen. Gefördert werden allerdings nur die Kosten für die Außensanierung der "Oberen Wirtschaft", den Abbruch und die Neuerrichtung des Anbaues sowie die Neugestaltung der Außenanlagen. Kandler teilte mit, dass die Bauarbeiten Mitte Oktober beginnen sollen.

Im Rahmen des Bundesförderprogramms Breitband startete das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur einen Aufruf zum Sonderprogramm "Gewerbegebiete". Wie Bürgermeister Karl-Heinz Kandler erläuterte, hat es das Ziel, einen effektiven und technologieneutralen Breitbandausbau in unterversorgten Gewerbegebieten zu erreichen. Gefördert wird der Ausbau des Glasfasernetzes mit hohen Übertragungsgeschwindigkeiten für die Daten. Durch eine Co-Finanzierung durch den Freistaat könne hier eine Förderung von 80 Prozent erreicht werden, erklärte der Bürgermeister.

Denkbar wäre nach seiner Ansicht für die Gemeinde eine Teilnahme mit den Gewerbegebieten "Eltmanner Weg" und "Semm" in Neubrunn. Die geschätzten Kosten belaufen sich dabei auf 239 677 Euro, wobei für die Gemeinde Kirchlauter ein Eigenanteil von 47 935 Euro verbleibt. Die Komplexität des Förderprogramms und das erforderliche Know-How machen die Beauftragung eines Consulters notwendig. Der Gemeinderat beauftragte "Först Consult", das schon erfolgreich den Masterplan für die VG Ebelsbach erarbeitet hat, mit der fachlichen Begleitung des Sonderprogrammes "Gewerbegebiete".

Geld für die Musikschule

Die Leiterin der Musikschule Ebern, Kristina Renner, informierte das Gremium über die 22 Belegungen für das Schuljahr 2018/19 aus der Gemeinde Kirchlauter. Der zu leistende Beitrag käme damit auf 4467 Euro. Im Schuljahr besuchten neben den Kindergartenkindern und Schülern 22 Kinder aus der Gemeinde die Musikschule und daraus ist ein Defizit von 1992 Euro entstanden.

Für das Schuljahr 2019/20 ist ein höherer zu leistender Beitrag zu erwarten, da aus Kirchlauter und Neubrunn viele Anmeldungen vorliegen. So sollen 23 Kinder die Musikschule besuchen und dadurch ist mit einem Defizit von 1706 Euro zu rechnen. Würde die Gemeinde das Defizit nicht auffangen, müsste man die Elternbeiträge um 25 Prozent erhöhen und die Außenstellen wie etwa in Neubrunn streichen. Um dies zu verhindern, soll eine Höchstgrenze für den Lehrpersonalzuschuss mit aufgenommen werden. Das Gremium entschied sich dann vertraglich für einen maximalen Lehrpersonalzuschuss in Höhe von 2500 Euro pro Schuljahr.

Trotz Bedenken zugestimmt

Das Gremium befasste sich erneut mit einem privaten Antrag auf Erwerb eines gemeindlichen Teilstücks in der Guttenbergstraße in Kirchlauter mit dem Ziel, ein Carport vor dem Haus zu errichten. Obwohl von der Bauverwaltung die Inanspruchnahme des öffentlichen Grundes weiterhin als kritisch gesehen wird, weil die Platzverhältnisse bereits eng sind und durch das geplante Carport diese Situation offenbar noch verschärft wird, beschloss der Gemeinderat den Verkauf des Teilstückes von 14,5 Quadratmetern.

Zum Gemeindewahlleiter für die Kommunalwahlen am 15. März 2020 bestellte das Gremium Bernd Kaiser und zu seinem Stellvertreter Mathias Stretz.

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