Pfarrweisach

Sanierung in zwei bis drei Etappen

Die Kosten für die fälligen Arbeiten an Grundschule und Sporthalle in Pfarrweisach werden auf mehr als zwei Millionen Euro geschätzt. Der Gemeinderat räumt dem Projekt Vorrang ein und sucht nach Finanzierungsmöglichkeiten.
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Schulgebäude und Turnhalle in Pfarrweisach müssen saniert werden. Foto: Christian Licha
Schulgebäude und Turnhalle in Pfarrweisach müssen saniert werden. Foto: Christian Licha
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Die Sanierung der Grundschule war am Donnerstag das Hauptthema bei der Gemeinderatssitzung in Pfarrweisach. Bürgermeister Ralf Nowak verlas eine Kostenschätzung, nach der für eine Teilsanierung des Schulgebäudes mit Sporthalle rund zwei Millionen Euro veranschlagt werden.

Hierin enthalten sind beispielsweise die Dämmung der oberen Geschossdecke und der Fassade, ein Sonnenschutz sowie die Erneuerung von Glasflächen, Bodenbelägen und der Toiletten und Trockenbauarbeiten. Da die Kalkulation schon einige Zeit zurückliegt, sei zu erwarten, dass sich wohl die Kosten eher noch erhöhen werden, so Nowak. Die Gemeinderäte entschieden einstimmig, dass grundsätzlich die Schulsanierung, in welcher Form auch immer, vorrangig zu behandeln sei.

In den Jahren 2008 und 2018 kam die Gemeinde Pfarrweisach nicht zum Zug, als erhöhte Fördermittel vergeben wurden. Jetzt könne man nicht noch einmal zehn Jahre warten, war der einhellige Tenor. Der Mindestsatz der staatlichen Förderung beträgt 50 Prozent, der wohl auch für das aktuelle Vorhaben gelten werde. Gemeinderat Markus Oppelt schlug vor, dass man sich mit dem Bezirkstags-abgeordneten und Landrat von Rhön-Grabfeld, Thomas Habermann, in Verbindung setzen solle, denn dieser sei auch Mitglied des Sozialausschusses auf Bezirksebene. Vielleicht könne auf diesem Weg eine zusätzliche Förderung erreicht werden oder zumindest eine Hilfestellung im Antragsverfahren.

Gleichwohl machte sich das Gremium Gedanken, wie die Sanierung finanziell gestemmt werden könne, denn das Gesamtpaket sei nicht auf einmal zu bewältigen. So wurde vorgeschlagen, das Vorhaben in zwei oder drei Bauabschnitte aufzuteilen und zuerst das Schulhaus und anschließend erst die Turnhalle herzurichten.

Beide Standorte ausgelastet

Grundvoraussetzung für eine Sanierung ist natürlich der dauerhafte Fortbestand der Schule. Dies sei gesichert, sagte Wolfram Thein, der Vorsitzende des Schulverbandes Maroldsweisach-Pfarrweisach. Nach den Schätzungen der zukünftigen Schülerzahlen, konnte Thein zusagen, dass mindestens bis zum Jahr 2024/2025 kein Gedanke bestehe, das Schulhaus in Pfarrweisach aufzugeben. Man habe sogar den Vorzug, die Schüler so zu verteilen, dass beide Standorte ausgelastet sind.

Rektor Christian Terwart, der seit August vergangenen Jahres als Schulleiter fungiert, nannte bei seiner offiziellen Vorstellung im Rahmen der Gemeinderatssitzung die geringe Klassenstärke von circa 16 bis 17 Kindern ebenfalls als Vorzug beim Vermitteln des Lehrstoffes.

Der 47-jährige Pädagoge wohnt mit seiner Familie in Trunstadt und war zuvor an der Grundschule Eltmann beschäftigt. Mit der Turnhalle und dem Hartplatz direkt auf dem Schulgelände sei eine gute Organisation des Schulbetriebes möglich, und auch der Altbau habe den Vorzug, dass die Klassenzimmer noch größer seien, als sie bei Neubauten aktuell geplant werden.

Gemeinderat Klaus Dünisch monierte namens des Rechnungsprüfungsausschusses, dass die bereits im Jahre 2015 geplante Sanierung des Turms der Kirche in Junkersdorf, trotz ausreichend eingestellter Haushalts-Mittel, bis jetzt noch nicht ausgeführt wurde. Die Verwaltungsgemeinschaft Ebern antwortete hierauf, dass die Umsetzung wegen längerer Erkrankung von Mitarbeitern der Bauverwaltung noch nicht erfolgen konnte. Es sei geplant, die Maßnahme in diesem Jahr auszuführen.

Straße muss warten

Der Gemeinderat war sich einig, die beabsichtigte Straßensanierung der Strecke Pfarrweisach über Lohr und Römmelsdorf bis zur B 303 vorerst hinten anzustellen, da es nicht möglich sei, zwei Großprojekte gleichzeitig zu realisieren. Bürgermeister Nowak erklärte den Gemeinderäten, dass eine "kleine Lösung" für die Gemeindestraße erstrebenswert sei. So könne eine neue Asphaltdecke auf der gesamten Länge der Straße aufgebracht und auch die Kurve bei dem Marterl zwischen Pfarrweisach und Lohr entschärft werden. Dies würde um die 250 000 Euro kosten, wie Nowak von einem Bauunternehmer erfahren hatte.

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