Schondra
Gemeinderat

Für Sanierung des FSV-Sportheims bleibt eine Finanzierungslücke

Über 90 Minuten beschäftigte den Marktgemeinderat bei der jüngsten Sitzung die Sanierung des Sportheims des FSV Schönderling. Nachdem Gemeinde und Vereinsführung bereits vor mehr als 14 Monaten bei ei...
Artikel drucken Artikel einbetten

Über 90 Minuten beschäftigte den Marktgemeinderat bei der jüngsten Sitzung die Sanierung des Sportheims des FSV Schönderling. Nachdem Gemeinde und Vereinsführung bereits vor mehr als 14 Monaten bei einem Termin am Amt für Ländliche Entwicklung ALE die Voraussetzung für eine mögliche Förderung abgeklärt hatten, legte der Verein nun eine aktuelle Kostenschätzung vor.

Die Sanierung des Gebäudes und der Umbau zu einem Dorfgemeinschaftshaus würde demnach 563 903 Euro kosten. Bei einer Förderung in Höhe von 200 000 Euro und nach Abzug von Eigenmitteln und Eigenleistung des Vereins und Sponsorenmitteln, würde eine Finanzierungslücke von rund 264 000 Euro entstehen, deren Deckung die Marktgemeinde übernehmen sollte. Der Vertreter des FSV, Vorsitzender Stefan Scha ab, betonte die Bedeutung des Vorhabens nicht nur für den Sportverein, sondern für die ganze Dorfgemeinschaft. Zweite Bürgermeisterin Beatrix Lieb (FWG Schönderling) wies darauf hin, dass der Gemeindeteil nur im Sportheim einen größeren Veranstaltungsraum besitze. Während Nachfragen nach der Beteiligung von anderen Ortsvereinen, nach Sicherheit der Kostenschätzung und Einsparpotentialen bei der Planung von Schaab und seinem Baubeauftragten Steffen Beck zur Zufriedenheit der Ratsmitglieder beantwortet werden konnten, sorgte die Äußerung von Schaab für Irritationen, nach der er sich ein Management des Dorfgemeinschaftshauses auch durch die Gemeinde vorstellen könne. Im Wesentlichen drehte sich die Diskussion aber um die Finanzierung der Maßnahme. So wies Roman Jörg (CSU) auf die zu fi nanzierenden anstehenden Pflichtaufgaben hin und sah einen gewissen Automatismus, wenn aus Schondra ein entsprechender Antrag gestellt würde. Er könne sich auch eine schrittweise Sanierung vorstellen. Auch der Vorschlag von Bürgermeister Bernold Martin (CSU), ohne ALE-Förderung zu bauen und von der Gemeinde eine feste Summe zuzuschießen, fand wenig Gegenliebe.

Das von Heiko Schuhmann angedachte Finanzierungsmodell wurde schließlich zu einem Grundsatzbeschluss formuliert: Danach bleibt das Gebäude im Besitz des FSV. Unter Zugrundelegung der Kostenschätzung und des Abzugs der Eigenleistung trägt die Gemeinde 25 Prozent (üblicher Vereinszuschuss 10 Prozent plus 15 Prozent für das Dorfgemeinschaftshaus) der Restkosten, wobei die Gesamtsumme auf 100 000 Euro gedeckelt wird. Bei zwei Gegenstimmen wurde dieser Beschluss angenommen.

Genügt eine Bushaltestelle?

In ihrem Antrag zum Ausbau der Ortsdurchfahrt Schönderling schlug Beatrix Lieb vor, auf die zweite Bushaltestelle an der Kirche zu verzichten. Ihre Begründung bezüglich der nachlassenden Nutzung beispielsweise durch Schulkinder konnten ihre Ratskollegen nicht nachvollziehen. Da eine Beeinträchtigung des Kirchenvorplatzes nicht auszuschließen ist, werden nun erst die Planunterlagen eingesehen.

Im Zuge der Generalsanierung des Kindergartens gab es Nachträge; so fallen für die Heizung 898 Euro und für die Sanierung des Außensockels Zusatzkosten in Höhe von etwa 13 400 Euro an, und der Einbau von Stahlzargen bei den Innentüren bringt Mehrkosten von 1790 Euro, die aber durch Minderung bei den Verputzerleistungen fast ausgeglichen werden. Der neu in die Planung genommene Anbau eines Krippenschlafraumes bringt rund 60 000 Euro an Nachträgen. Wie Martin mitteilte, soll auf Anregung der Regierung ein Verbindungsweg zwischen den beiden Krippenspielplätzen hergestellt werden, wobei eine Befestigung des Hanges entlang des Gebäudes notwendig wird. Dazu wird ein Alternativangebot mit L-Steinen oder Gabionen eingeholt. bto

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren