Redwitz

Sanierung der Redwitzer Turnhalle verschlingt über zwei Millionen Euro

In der Gemeinderatssitzung stellte Architekt Norbert Schaller die Sanierung der Turnhalle sowie die Kosten vor. Für den Brandschutz müsse ein zweiter Rettungsweg realisiert werden, der über den Schulh...
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In der Gemeinderatssitzung stellte Architekt Norbert Schaller die Sanierung der Turnhalle sowie die Kosten vor.

Für den Brandschutz müsse ein zweiter Rettungsweg realisiert werden, der über den Schulhof bzw. das Flachdach zum Schulgebäude angedacht sei. Die Empore soll zu einem Gymnastikraum mit Abstellmöglichkeiten umgenutzt werden. Weiter werde jeweils ein Zugang in die Halle von den Umkleiden aus geschaffen werden. Der Haupteingang werde seitlich versetzt. In die Umkleidekabinen werde jeweils ein separates WC eingebaut. Ebenso sei ein Behinderten-WC eingeplant. Die Deckenstrahlheizung bleibt erhalten und wird in die Nebenräume erweitert. Für Wasser und Kanal ist ein komplette Sanierung erforderlich. Für die Außenanlage werden die vorhandenen Flächen wiederhergestellt. Die insgesamt hierfür erforderlichen Kosten belaufen sich auf rund 2,2 Millionen Euro. Nach Abzug der Förderung verbleibt für die Gemeinde ein Anteil von rund 1,4 Millionen Euro. Zum Vergleich bezifferte der Architekt die Kosten für den Neubau einer Einfachturnhalle auf 3,5 Millionen Euro und für eine Zweifachturnhalle auf 5,8 Millionen Euro.

Für 200 Personen geeignet

Auf Anfrage von Jochen Körner (SPD) teilte Schaller mit, dass für die sanierte Halle bei Veranstaltungen über 200 Personen weiterhin die Sonderregelung mit Ausnahmegenehmigung gelte. Christian Zorn (CSU) wusste von feuchten Wänden im Keller zu berichten. Woher diese kommen, könne eine Kanalbefahrung zeigen, deren Ergebnis aber noch nicht vorliege, so der Architekt. Dies werde mit der Sanierung behoben.

Die CSU-Fraktion hatte wegen eines WLAN-Hotspots in der Gemeinde angefragt. Dazu erläuterte Christoph Schöpke vom Baubüro, dass momentan ein aus dem Bayern-WLAN-Programm geförderter Hotspot im Rathaus seit 2017 installiert sei. Ein weiterer Hotspot befinde sich im Freibad, der allerdings von der Gemeinde in Eigenregie eingerichtet wurde. Als Kosten führte er auf, dass der Freistaat allen Kommunen anbietet, sie bei den Ersteinrichtungskosten für zwei Standorte mit bis zu 5000 Euro (2500 Euro pro Standort) zu unterstützen. Falls trotz der hohen laufenden Kosten die Einrichtung weiterer Hotspots gewünscht sei, müssten die technischen Voraussetzungen und die Installationskosten im Einzelfall geprüft werden. Konkret könne eventuell ein Hotspot im Schwimmbad durch einen Repeater so verstärkt werden, dass auch das gesamte Gelände mitversorgt werden könnte. Das Gremium war sich einig, die vorhandenen Einrichtungen zu nutzen und nicht mehr benötigte Verträge zu kündigen.

Verwaltungsrat Heinrich Dinkel informierte zur Fortschreibung der Bedarfsplanung an Kinderbetreuungsplätzen in der Gemeinde, dass im Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2018 30 bis 31 Kinder zur Welt kamen. An der Versorgungsquote von 40 Prozent im Altersbereich bis drei Jahre und von nahezu 100 Prozent im Bereich zwischen drei und sechs Jahren habe sich seit der letzten Bedarfsaufstellung nichts geändert. Die bisherige Bedarfsfeststellung sollte deshalb weitgehend unverändert fortgeschrieben werden. Da allerdings immer mehr Kinder einen individuellen Förderbedarf aufweisen würden, sollte die Zahl der integrativen Betreuungsplätze von sieben auf neun erhöht werden. Somit beschloss der Gemeinderat einen Bedarf von 226 Kinderbetreuungsplätzen sowie von neun integrativen Betreuungsplätzen. Ingenieur Joachim Stefan teilte mit, dass die Baumaßnahme Gässla in diesem Jahr nicht mehr fertiggestellt werden könne. che

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