Weisendorf

Sanierung beginnt

Die Weisendorfer Gemeinderäte haben beschlossen, wie der Badweiher in der Ortsmitte künftig aussehen soll.
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Der Badweiher war schon wiederholt Thema bei den Sitzungen des Weisendorfer Gemeinderats, und Bürgermeister Heinrich Süß (UWG) musste sich immer wieder anhören, das Projekt zu verzögern. Süß wiederum wies stets darauf hin, dass auch die gewünschten Änderungen des Gemeinderats, die Frage einer finanziellen Förderung, das Wasserrecht und der Umweltschutz berücksichtigt werden müssen.

Bei der jüngsten Sitzung legten die Verwaltung und der Bürgermeister einen neuen Bauentwurf mit der Detailplanung vor, die vom Planer Georg Schreiber vom Büro Valentin Maier erläutert wurde. Der Vorentwurf war in einer früheren Sitzung bereits vorgestellt und auch mehrheitlich beschlossen worden. Allerdings hatte die Detailplanung des Gehweges entlang der Staatsstraße nicht gerade für Zustimmung gesorgt, und der Planer musste zusammen mit der Landschaftsarchitektin Katrin Nißlein die Änderungswünsche des Gemeinderats sowie der Förderstelle für Städtebebauförderung der Regierung von Mittelfranken unter einen Hut bringen. Dazu waren Abstimmungsgespräche mit der Regierung ebenso notwendig wie mit dem Markt Weisendorf und die Kostenberechnung musste entsprechend der Gesprächsergebnisse überarbeitet werden, was natürlich viel Zeit in Anspruch nahm, wie Schreiber erklärte.

Das Ergebnis war ein Entwurf, der bei der Mehrheit des Gemeinderats auf Zustimmung, allerdings bei der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen wie schon vorher auf Ablehnung stieß. Christiane Kolbet bezeichnete den Weiher als "teure Karpfenbadewanne". Sie kritisierte die geplante Uferbefestigung ebenso wie den Wirtschaftsweg auf der Südseite. "Wir Grünen hatten eine andere Vorstellung und hätten uns was Schöneres gewünscht."

In Abänderung zum bereits vorgelegten Vorentwurf war die Mehrheit dafür, auf den geplanten Steg zur Beobachtung der Wasservögel zu verzichten. Im Mittelpunkt stand dafür das Ostufer, denn der bisherige Gehweg entlang der Staatsstraße wird zurückgebaut und als Grünstreifen angelegt, der Gehweg wird dafür auf dem Damm des Badweihers und der Uferbefestigung verlaufen.

Gehweg auf dem Damm

Wie Planer Schreiber erläuterte, müssen auch einige der alten Bäume am Ostufer schon aus Verkehrssicherungspflichten gefällt werden, allerdings werde auf neuen Grünstreifen ausreichend Platz für Neupflanzungen geschaffen. Die geplante "Uferpromenade" soll einen Aufenthaltscharakter bekommen und mit Sitzgelegenheiten ausgestattet werden. Der neue Gehweg beginnt am Mönch an der nördlichen Ecke des Weihers und geht dann bis zur Ampelanlage und dem Durchlass des Seebaches, kurz vor der Einmündung des Reuther Weges.

Die Gesamtmaßnahme wird knapp 327 000 Euro kosten, wobei für das Ausbaggern des Weihers und die Sanierung des Randbereiches sowie die Befestigung des Zu- und Ablaufes knapp 140 000 Euro anfallen werden. Die Befestigung und Modellierung der Insel wird mit knapp 25 000 Euro zu Buche schlagen. Wie Bürgermeister Süß erklärte, wird die Sanierung mit Rücksicht auf die Vogelwelt in zwei Bauabschnitten erfolgen.

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