Sand am Main
Heimatkunde

Sander Senioren besuchten das Steigerwald-Zentrum

Unter dem Motto "Kennst du deine Heimat?" starteten die Sander Senioren zu einem Halbtagesausflug nach Handthal in das Steigerwald-Zentrum. Förster An-dreas Leyrer berichtete mithilfe einer Power-Poin...
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Unter dem Motto "Kennst du deine Heimat?" starteten die Sander Senioren zu einem Halbtagesausflug nach Handthal in das Steigerwald-Zentrum. Förster An-dreas Leyrer berichtete mithilfe einer Power-Point-Präsentation über den Steigerwald und das Zentrum.

Der Steigerwald erstreckt sich mit seiner Bewaldung von Mittelfranken über Oberfranken bis nach Unterfranken. Die Besonderheit des Baumbestandes ist der Mischwald. Dieser besteht aus Kirsche, Kiefer, Fichte, Lärche und verschiedenen anderen Laubbäumen. Die Buche stellt dabei den höchsten Anteil, nämlich 24 Prozent, wie Andreas Leyrer beschrieb.

Er erklärte auch, wie sich die Eigentumsverhältnisse darstellen. Dem bayerischen Staat gehören 32 Prozent des Waldes, auf die Kommunen entfallen 22 Prozent und auf Privateigentümer 46 Prozent. Leyrer ging auf den Tourismus im Steigerwald ein und hob dabei die Karpfenregion und die Weinbauregion besonders hervor.

Der stellvertretende Landrat Oskar Ebert, Geschäftsführer des Trägervereins für das Steigerwald-Zentrums, ging auf den Bau und die Unterhaltung des Zentrums ein. Der seinerzeit gegründete Trägerverein werde hauptsächlich von fünf Landkreisen getragen. Natürlich sei auch der Landkreis Haßberge als Unterstützer des Zentrums mit im Boot, berichtete Ebert.

Holz- und Tierarten begutachtet

Bei einem ausführlichen Rundgang durch das Zentrum konnten die Senioren anhand von Videofilmen verschiedene Holz- und Tierarten, die vom Aussterben bedroht sind, wie zum Beispiel den Hirschkäfer, in Augenschein nehmen. Dabei erfuhren die Sander Besucher, wie nachhaltig die Waldwirtschaft und die Holzverarbeitung im Steigerwald betrieben werden.

Zum Abschluss gab Oskar Ebert den Sander Senioren mit auf den Weg, dass es sich lohne, sich für den Erhalt des Naturparks Steigerwald mit seinen 1280 Quadratkilometern einzusetzen. "Wir brauchen keinen Nationalpark, denn wir wollen unseren Steigerwald erleben und weiter nutzen können", sagte er. Oskar Ebert gehört auch dem Vorstand des Vereins "Unser Steigerwald" an, der sich seit Jahren vehement gegen Pläne wehrt, einen Nationalpark im Steigerwald einzurichten.

Der Seniorenleiter Gerhard Zösch stellte fest, dass die Senioren, auch wenn der Steigerwald ihre Heimat sei, bei dem Ausflug viel Neues erfahren hätten. red

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