Zeil am Main

Sammelwut ist fast wie ein Rausch

Brauerei-Fans kamen auch aus Polen, Tschechien und Österreich nach Zeil, um Souvenirs zu erhaschen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Sammler konnten in der Zeiler Tuchangerhalle nach Herzenslust stöbern und nach neuen Objekten für ihre Sammlung suchen. Foto: Christian Licha
Die Sammler konnten in der Zeiler Tuchangerhalle nach Herzenslust stöbern und nach neuen Objekten für ihre Sammlung suchen. Foto: Christian Licha

Das 500. Tauschtreffen für Brauereiartikel des Internationalen Brauereikultur-Verbandes fand am Samstag in der Tuchangerhalle in Zeil statt. Über 150 Aussteller präsentierten beliebte Sammlerobjekte rund um das Brauereiwesen.

Schon vor zwei Jahren in Zeil abgehalten, war auch dieses Treffen wieder ein voller Erfolg, erklärte Günter Ruhland, der Beauftragte des Vereins für das Gebiet Franken. Gläser, Krüge, Emailschilder, Bierdeckel, Kronkorken und vieles mehr wurden angeboten.

Die Sammler reisten aus ganz Deutschland und den benachbarten Ländern wie Polen, Tschechien und Österreich in die Fachwerkstadt an. "Kaum ein anderes Hobby ist so vielseitig und spannend wie das Sammeln von Brauereiartikeln", stellte Ruhland fest, der selbst über 2000 Bierkrüge sein Eigen nennt. Spezialisiert auf das Gebiet Franken könne er so immer eine Reise durch die Vergangenheit erleben, wenn er sich seinem Steckenpferd widme. Die Zeiler Brauerei Göller hat die Veranstaltung unter anderem mit einer Sonderauflage Bierdeckel unterstützt. Helfer des FC Zeil übernahmen die Bewirtung.

Aus dem rund 400 Kilometer entfernten Pulheim bei Köln war Michael Prescher nach Zeil gekommen, um doppelte Stücke seiner umfangreichen Sammlung anzubieten. In erster Linie ist der leidenschaftliche Sammler bestrebt, Sachen gegeneinander zu tauschen. Weil das aber nicht immer leicht sei, müsse man das ein oder andere Stück aber auch verkaufen. Auf keinen Fall betrachte er die Treffen als Möglichkeit zum Geldverdienen. Er freue sich in erster Linie, andere Mitstreiter wiederzusehen, die er schon teilweise seit 30 Jahren kenne, so Prescher. Der Rheinländer begann im zarten Alter von zwölf Jahren mit dem Sammeln. Heute hat er über 13 000 Gläser und Krüge aus aller Welt zu Hause. Sein ältestes Stück stammt aus dem Jahre 1880.

In einer gemieteten Halle hat der 51-Jährige seine Schätze untergebracht, die er auch Interessenten zur Besichtigung öffnet. Sein besonderes Glanzstück ist ein liebevoll nachempfundener Saloon, in dem er alle Biergläser aus den USA ausstellt.

Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren