Pommersfelden
Tradition

Sambach feiert Antoni-Tag mit Festgottesdienst

"Ich kenne keine andere Gemeinde, die ihr Kirchenpatrozinium an einem ganz normalen Wochentag so festlich begeht", sagte der Ortsgeistliche, Pater Stefan Panzer im Festgottesdienst. In der Pfarrei Sam...
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Der Heilige Antonius als Altarbild auf dem Hochaltar Foto: Evi Seeger
Der Heilige Antonius als Altarbild auf dem Hochaltar Foto: Evi Seeger

"Ich kenne keine andere Gemeinde, die ihr Kirchenpatrozinium an einem ganz normalen Wochentag so festlich begeht", sagte der Ortsgeistliche, Pater Stefan Panzer im Festgottesdienst.

In der Pfarrei Sambach ist es von alters her Tradition, dass das Fest des Kirchenpatrons Antonius Abbas am 17. Januar groß gefeiert wird. Den Gottesdienst am Vormittag zelebrierte Pater Stefan Panzer zusammen mit Pfarrer Klaus Weigand aus Heroldsbach und Diakon Georg Bauer.

Pfarrer Weigand, der 1998 durch den unvergessenen Werner Radspieler zum Priester geweiht wurde, schien auch etwas vom Charisma des verstorbenen Weihbischofs mitbekommen zu haben. Seine Predigt baute auf das Evangelium vom reichen Jüngling auf. "Wie bringe ich ein Kamel durch ein Nadelöhr", nahm der Prediger die Stelle des Evangeliums auf.

Dafür gebe es keine Lösung. Der reiche Jüngling habe alles getan, um in den Himmel zu kommen. Jesus aber sagt ihm, verkaufe alles und schenke es den Armen. Am Beispiel des heiligen Mönchsvaters Antonius zeigte der Prediger auf, "dass es für Verdienste keine Freikarte zum Himmel gibt". Antonius habe alles aufgegeben, um frei zu werden für das, was Gott ihm schenkt. Die Beziehung mit Gott könne man nicht kaufen, dafür müsse man frei sein. Wie tröstend und gleichermaßen ermunternd sei doch das: "Ich brauche nichts zu tun, ich muss mich einfach Gott öffnen."

Menschen würden sich an so vieles klammern. Dennoch seien sie nicht glücklich, es mache sie nicht frei. Einfach etwas annehmen, ohne etwas tun zu müssen, sei doch etwas ganz Tolles.

Alles loslassen, was gefangen hält und einengt, aus der Tretmühle herauskommen, so wie es der Mönchsvater Antonius getan habe. Das mache frei - frei auch, um den Blick auf andere Menschen zu richten.

Für die fesselnde Predigt bekam Pfarrer Weigand am Ende des Gottesdienstes viel Beifall. Am Nachmittag des "Antoni-Tags" hatte die Pfarrei zur Tiersegnung und Festandacht eingeladen. see



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