Steinwiesen

RVC Steinwiesen liefert großen Kampf

Im Finale des Deutschlandpokals geben Markus Michel und Sebastian Rehmet alles und belohnen sich mit dem sechsten Platz.
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Gegen den RSV Sangerhausen erreichten Sebastian Rehmet (blaues Trikot, links) und Markus Michel ein 2:2-Unentschieden.  Foto: Hans Franz
Gegen den RSV Sangerhausen erreichten Sebastian Rehmet (blaues Trikot, links) und Markus Michel ein 2:2-Unentschieden. Foto: Hans Franz

Erstmals hatten die Radballer Markus Michel und Sebastian Rehmet vom RV Concordia Steinwiesen das Finale um den Deutschlandpokal erreicht. Von acht qualifizierten Teams belegten sie den sechsten Platz. Der Sieg ging an die Weltmeister von 2017 und amtierenden Vizeweltmeister Gerhard und Bernd Mlady vom RMC Lohengrin Stein. Die beiden Mittelfranken haben damit zugleich drei wertvolle Punkte für die Qualifikation zur nächsten Weltmeisterschaft verbucht.

Bei diesem Wettbewerb in Filderstadt bei Stuttgart hatten die Frankenwälder bei der Auslosung etwas Glück, denn alle drei verbliebenen Zweitligisten befanden sich in einer Gruppe. So bestand die geringe Hoffnung, die Gruppenphase gut zu überstehen.

RVC Steinwiesen - RSV Sangerhausen 2:2 (1:1)

Gegen den Tabellenführer der Staffel Nord ging das Steinwiesener Duo konzentriert zu Werke. Vorrangiges Ziel war, eigene Fehler zu vermeiden. So kam das Team aus Sachsen-Anhalt zu wenigen Torchancen. Einen glänzend angelegten RVC-Angriff konnte Sangerhausen nur per Foul stoppen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Michel unhaltbar zur Führung. Durch eine Unachtsamkeit kam der Kontrahent zu einem Freistoß aus aussichtsreicher Position. Daraus resultierte der 1:1-Gleichstand.

Nach dem Seitenwechsel markierte Sangerhausen gleich zu Beginn das 2:1. In der Folge biss sich der RSV jedoch an Michel auf dem Spielfeld und Rehmet im Tor die Zähne aus. Durch einen Konter schafften die Rodachtaler den gerechten Ausgleich gegen den späteren Vizemeister.

RVC Steinwiesen - RVI Ailingen 3:3 (0:1)

Gegen den Erstligisten hatten die Frankenwälder einen schweren Stand. In der ersten Hälfte kam der Klassenunterschied deutlich zum Vorschein. Allerdings: Obwohl die Formation vom Bodensee das Spiel kontrollierte, schaffte sie aufgrund einer konzentrierten Steinwiesener Abwehrleistung zunächst nur einen Treffer.

In der zweiten Halbzeit erreichte Ailingen durch zwei schnelle Angriffe die 3:0-Führung. Dies war wie ein Weckruf für die Concorden, die nun Paroli boten. Nach einem Eckstoß verkürzten sie auf 1:3. Dann kam der große Auftritt von Markus Michel, der sich zweimal den Ball in der eigenen Hälfte schnappte, die beiden Kontrahenten alt aussehen ließ und den Ausgleich erzielte. Kurz vor dem Schlusspfiff bestand sogar noch die Chance zum Siegtreffer. Mit diesem zweiten Unentschieden waren Michel und Rehmet bereits für die Begegnung um den fünften Platz qualifiziert.

RVC Steinwiesen - RKV Denkendorf 2:4 (0:2)

Denkendorf stand bereits vor der Partie als Gruppensieger fest, wollte aber seinen zahlreich mitgereisten Fans noch ein gute Partie abliefern. Steinwiesen hätte sich bei einem Erfolg sogar für das Halbfinale qualifiziert. So versuchten Michel und Rehmet, das Spiel zu machen. Aber gegen den energisch verteidigenden Feldspieler kamen sie nur selten zum Abschluss. Dazu vergaben sie einige Chancen recht leichtfertig. Das Team aus Baden-Württemberg hingegen münzte seine wenigen Abschlüsse in Tore um.

Als in Hälfte 2 noch der dritte Gegentreffer geschluckt werden musste, schien die Auseinandersetzung gelaufen zu sein. Aber die Frankenwälder warfen noch mal alles in die Waagschale und kämpften sich mit einer tollen Moral zurück. Nach zwei erzielten Treffern setzten sie alles auf eine Karte, um das Blatt noch zu wenden. Doch in der Schlussminute musste Steinwiesen den vierten Gegentreffer hinnehmen.

RVC Steinwiesen - RV Obernfeld 0:7 (0:4)

Der Tabellenführer der 1. Bundesliga hatte sich einen wesentlich anderen Turnierverlauf als den dritten Gruppenplatz vorgestellt. Dementsprechend wütend ging er nun zu Werke.

Den beiden Steinwiesenern waren die vorherigen hart umkämpften Treffen anzumerken. So kamen die Niedersachsen ein ums andere Mal zu guten Möglichkeiten, die sie rigoros nutzten.

Trotz des sechsten Platzes waren Markus Michel und Sebastian Rehmet nicht unzufrieden, schließlich war es das erste Mal, dass beide in einem Deutschlandfinale standen. Endstand: 1. Stein, 2. Sangerhausen, 3. Denkendorf, 4. Waldrems, 5. Obernfeld, 6. Steinwiesen, 7. Iserlohn, 8. Ailingen.

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