LKR Haßberge
Bezirkstagswahl

Ruß' Zitterpartie hat ein Ende, weil es fünf Extra-Sitze im Bezirkstag gibt

Die Ergebnisse der Bezirkstagswahl Unterfranken liegen nun vor, nach einem EDV-Problem in einem Landratsamt im Westen des Regierungsbezirks kam es zu Verzögerungen. Gestern hat Bezirks-Pressesprecher ...
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Die Ergebnisse der Bezirkstagswahl Unterfranken liegen nun vor, nach einem EDV-Problem in einem Landratsamt im Westen des Regierungsbezirks kam es zu Verzögerungen. Gestern hat Bezirks-Pressesprecher Markus Mauritz die vorläufigen Ergebnisse mitgeteilt. "Das endgültige Ergebnis der Bezirkswahl wird der Wahlkreisausschuss am 26. Oktober feststellen. Die konstituierende Sitzung des neuen Bezirkstags von Unterfranken findet am 6. November in Würzburg statt", sagte Mauritz.

Laut seiner Pressemitteilung haben insgesamt sieben Parteien bei der Wahl am 14. Oktober den Einzug in den Bezirkstag von Unterfranken geschafft. Die Wahlbeteiligung lag bei 72,17 Prozent. Aufgrund von Überhang- und Ausgleichsmandaten besteht der Bezirkstag in der kommenden Wahlperiode (2018-2023) aus 24 Sitzen.

Ruß zieht wieder ins Gremium ein

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Einen davon hat der Sander Bürgermeister Bernhard Ruß inne, der amtierende Bezirksrat konnte somit den Wiedereinzug in das Gremium schaffen. Zwischenzeitlich wurde es für den einzigen Vertreter im Bezirkstag aus dem Kreis Haßberge aber richtig eng: Der SPD-Direktkandidat des Stimmkreises Haßberge/Rhön-Grabfeld konnte zwar in seiner Heimatregion punkten und Stimmen sammeln (er unterlag hier dennoch erwartungsgemäß dem CSU-Direktkandidaten und Rhön-Grabfeld-Landrat Thomas Habermann), allerdings sorgte das insgesamt schlechte Ergebnis der Sozialdemokraten dafür, dass zunächst unklar war, wie viele Sitze die SPD zugesprochen kommt. Zunächst waren es zwei. Weil aber die CSU alle zehn Direktmandate gewinnen konnte, ihr gemäß dem Gesamtstimmenanteil aber rechnerisch nur sieben Sitze zustünden, gab es drei Überhangmandate für die CSU. Dies wiederum führte dazu, dass im Bezirkstag zwei Ausgleichsmandate dazu kamen, von denen eines die SPD und eines die Grünen erhielten, weil diese beiden Parteien gemäß der Berechnungen am nächsten an einem weiteren Sitzgewinn dran waren.

Laut dem vorläufigen Endergebnis verfügen die CSU nun über zehn, die Grünen über vier, die SPD über drei, die Freien Wähler über drei, die FDP sowie die Linke über jeweils einen und die AfD über zwei Sitze in dem Gremium. Gesetzlich vorgesehen wären 19 Mandate, wegen der Überhang- und Ausgleichsmandate vergrößert sich der Bezirkstag auf 24 Sitze.

Neu gemischt

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Die Christ-Sozialen gingen zwar als klare Wahlgewinner hervor, erreichten aber nur einen Stimmenanteil von 37,58 Prozent (2013: 46,18). Die Grünen wurden mit 15,90 Prozent (2013: 9,09) zweitstärkste Kraft. Die SPD kam auf 10,41 Prozent (2013: 18,09), die Freien Wähler auf 12,55 Prozent (2013: 12,54), die FDP auf 4,83 Prozent (2013: 2,76) und die Linke auf 3,46 Prozent (2013: 2,51). Die AfD erreichte aus dem Stand 9,62 Prozent.

Die CSU vertreten im künftigen Bezirkstag von Unterfranken: Erwin Dotzel, Gerlinde Martin, Hülya Düber, Werner Elsässer, Stefan Funk, Marcus Grimm, Thomas Habermann, Maria Hoßmann, Karin Renner und Rosa Behon; die SPD: Eva Maria Linsenbreder, Marion Schäfer-Blake und Bernhard Ruß; die Freien Wähler: Tamara Bischof, Thomas Zöller und Thomas Schiebel; die Grünen: Bärbel Imhof, Gerhard Müller, Klara May und Christina Feiler; die AfD: Andrea Klingen und Alfred Schmitt; die FDP: Adelheid Zimmermann und die Linke: Angelika Strobel. al/mm

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