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Rund um den Königssee und durchs Montafon

Gleich zwei Gruppen des Bad Kissinger Alpenvereins waren in den Berchtesgadener Alpen und im Montafon unterwegs, zwei recht weit auseinanderliegende Regionen. Die Tour um den Königssee unter Leitung d...
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An der Priesbergalm  Foto: Jürgen Herold
An der Priesbergalm Foto: Jürgen Herold
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Gleich zwei Gruppen des Bad Kissinger Alpenvereins waren in den Berchtesgadener Alpen und im Montafon unterwegs, zwei recht weit auseinanderliegende Regionen.

Die Tour um den Königssee unter Leitung des Tourenleiters Jürgen Herold startete in Schönau am Königssee. Die Umrundung des Königssees ist allerdings kein Spaziergang, sondern eine recht anstrengende Unternehmung. Nach einer Stippvisite zum Malerwinkel ging es schweißtreibend hinauf zur Kührointhütte. Bei gutem Wetter führte die Tour am nächsten Tag zur Archenkanzel mit Blick auf den tief unten liegenden See. Über den anspruchsvollen und teilweise drahtseilgesicherten Rinnkendlsteig ging es hinab nach St. Bartholomä. Ein kräftiger Regenschauer wurde abgewartet, bevor über die steile "Saugasse" das Kärlingerhaus erreicht wurde. Die Nacht brachte Regen, der auch am Tag anhielt. So machte die Wasseralm ihrem Namen alle Ehre. Steil ging es entlang von Seilversicherungen hinab in den Landtalgraben und weiter zur Götzenalm. Die letzte Tagesetappe führte über einen schwierigen, aber abwechslungsreichen Weg zur Priesbergalm und hinab nach Schönau am Königssee, dem Endpunkt der Tour. Im Auf- und Abstieg wurden jeweils rund 3500 Höhenmeter bewältigt.

Weit im Westen liegt das Montafon, ein 39 Kilometer langes Tal, überragt von einigen fast 3000 Meter hohen Gipfeln. Unter Führung der Tourenleiter Erich Lehenbauer und Edi Hahn war eine 15-köpfige Gruppe sechs Tage lang unterwegs. Stützpunkte waren die Heinrich-Hueter-Hütte, die Lindauer Hütte, die Tilisunahütte, die Douglas- und die Totalphütte. Bei hervorragendem Wetter wurden die Geisspitze (2334 m) und die Sulzfluh (2817 m) erstiegen. Das Drusentor in 2300 m Höhe wurde ebenso erreicht wie das Verajoch (2330 m).

Auf allen Hütten waren die Bergsteiger herzlich willkommen. Die Totalphütte auf 2385 Meter Höhe gelegen wurde im Winter durch eine Staublawine fast vollständig zerstört und bietet derzeit keine Unterkunft. Die Gruppe musste daher zurück zur Douglashütte. Trotz Benutzung der Lünerseeseilbahn bewältigte die Gruppe im Auf- und Abstieg jeweils rund 4300 Höhenmeter. Vom Lünersee ging es dann voller schöner Eindrücke aus einer noch nicht überlaufenen Bergwelt nach Hause. red

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