Kulmbach
Stammtisch

Rund um den "Fränkischen Krieg"

Wie sah es in Oberfranken im späten 15. und frühen 16. Jahrhundert aus? Über diese Zeiten des Umbruchs, als der Buchdruck aufkam, Amerika von Kolumbus entdeckt wurde, Schusswaffen die Kriegsführung vö...
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Wie sah es in Oberfranken im späten 15. und frühen 16. Jahrhundert aus? Über diese Zeiten des Umbruchs, als der Buchdruck aufkam, Amerika von Kolumbus entdeckt wurde, Schusswaffen die Kriegsführung völlig umkrempelten und moderne Kriege auch Franken ergriffen, geht es beim historischen Stammtisch der Freunde der Plassenburg am Montag, 27. Mai, ab 19.30 Uhr in der Burgschänke "Al Castello".

Der Historiker Adrian Roßner wird über das filigrane Machtsystem im nördlichen fränkischen Raum berichten, das sich am Ende des 15. Jahrhunderts entwickelt hat. Es wurde bestimmt vom expandierenden Einflussbereich der zollerischen Markgrafen einer- und dem alteingesessenen Kleinadel andererseits.

Schon vorher waren die adligen Familien durch grundlegende Veränderungen im Wirtschaftssystem und dem damit einhergehenden Ausgreifen der Reichsstädte in ihrer Macht immer weiter beschnitten worden. 1523 entluden sich diese Spannungen in Form des "Fränkischen Krieges". Die Ereignisse wurden zeitnah künstlerisch festgehalten. Die Holzschnitte stellen bis heute eine beeindruckende Bildquelle zum mittelalterlichen Burgenbau dar, die zugleich das Ende der historischen Epoche dokumentieren und aufzeigen, dass fortan frühneuzeitliche Instanzen im Zentrum der Macht stehen sollten. red

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