Bamberg
VHS-Führungen

Rui Chafes auf der Spur

Rui Chafes (geb. 1966) ist in Lissabon zu Hause. Im Grunde ist der Portugiese Weltbürger, der mindestens fünf Sprachen beherrscht, der in seiner Heimatstadt Bildhauerei studierte, anschließend in Düss...
Artikel drucken Artikel einbetten
Rui Chafes (geb. 1966) ist in Lissabon zu Hause. Im Grunde ist der Portugiese Weltbürger, der mindestens fünf Sprachen beherrscht, der in seiner Heimatstadt Bildhauerei studierte, anschließend in Düsseldorf und seitdem weltweit seine eindrucksvollen Plastiken präsentiert, eingeladen von den wichtigsten Museen und Galerien. So nimmt er regelmäßig an der Biennale in Sao Paulo teil.
Seine Arbeiten sind eindrucksvoll und unverwechselbar, so die VHS Bamberg-Stadt in ihrer Mitteilung. Eine Skulptur ziert seit dem Bischofsjubiläum die Kirche St. Stephan in Bamberg, eine andere erfreut die Besucher des "Eckerts". Ihnen ist mehrheitlich die schwarze Farbe eigen, mit der Rui Chafes die Herstellung aus Eisen betont. Er konzipiert und schweißt sie selbst.
Scheinbar abstrakte Formen fügen sich mühelos in ihr Umfeld ein und das trotz aller Sprödigkeit und ungewohnten Formenelementen. Sie betonen aber gleichzeitig ihr Umfeld, behaupten sich unabhängig von der Größe und verblüffen den Betrachter, weil der Bildhauer es versteht, die Schwere des Materials zu überwinden und seinen Figuren Leichtigkeit zu geben. Das ist unabhängig davon, ob die Arbeiten stehen oder hängen, ob sie aus einem oder mehreren Teilen bestehen, deren Bezug sich der Betrachter erarbeiten muss.
Häufig hilft den Kunstinteressierten der Titel, der nicht selten literarisch daherkommt. Der Bildhauer ist ein Homme des Lettres, nicht nur weil er Novalis ins Portugiesische übersetzt hat.
Unter der Leitung von Prof. Bernd Goldmann, ehemaliger Direktor des Künstlerhauses Villa Concordia, und Kunsthistoriker Ekkehard Arnetzl bietet die VHS Bamberg-Stadt Führungen zu dieser einmaligen Ausstellung an. red
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren