Rücktritt von Harald Gerstner

Fünf Punkte aus elf Spielen in der Bezirksliga waren dem Trainer des TSV Neunkirchen zu wenig. Nach dem 1:4 gegen Lauf nahm der 51-Jährige seinen Hut.
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Harald Gerstner ist seit Sonntag nicht mehr Trainer des TSV Neunkirchen. Wer Nachfolger des erst seit Sommer amtierenden Coaches wird, steht noch nicht fest.  Foto: Sportfoto Zink
Harald Gerstner ist seit Sonntag nicht mehr Trainer des TSV Neunkirchen. Wer Nachfolger des erst seit Sommer amtierenden Coaches wird, steht noch nicht fest. Foto: Sportfoto Zink

Nach der 1:4-Niederlage gegen den SK Lauf am Sonntag hat Harald Gerstner seinen Trainerposten beim Bezirksligisten TSV Neunkirchen zur Verfügung gestellt. Der Übungsleiter hatte das Amt erst zu Beginn der Saison als Nachfolger von Aufstiegscoach Joachim Müller übernommen. Damit zog der 51-Jährige nach nur einem Sieg und fünf Punkten aus elf Partien die Reißleine. Bei der Begegnung am Mittwoch beim ASV Veitsbronn-Siegelsdorf wird der bisherige spielende Co-Trainer Damir Hasaj das Kommando führen.

"Ich bin der Meinung, dass die Mannschaft einen neuen Impuls braucht, um doch noch den Klassenerhalt zu packen. Ich bin als Trainer verantwortlich für die sportliche Situation und mache jetzt den Weg frei für einen neuen Trainer, der dann hoffentlich das notwendige Glück mitbringt", erklärte Gerstner seine Entscheidung gegenüber unserem Partnerportal anpfiff.info. Mit dem knappen 0:1 zum Auftakt beim ASV Weisendorf und dem anschließenden 2:0-Erfolg gegen die Bayern-Kickers Nürnberg begann die Rückkehr des TSV in die Bezirksliga vielversprechend, doch danach kamen lediglich zwei Remis in den Derbys gegen Mitaufsteiger Buckenhofen und die jetzt von Jojo Müller betreute SpVgg Erlangen hinzu.

Gerstner: Richtiger Zeitpunkt

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"Es ist jetzt ein Drittel der Saison gespielt, es gibt noch die Möglichkeit, das Ruder herumzureißen", sagt Gerstner, der im Hinblick auf die Spiele gegen die zuletzt vier Mal in Folge geschlagenen Veitsbronner und am Sonntag gegen Kellerkind ASV Fürth vom richtigen Zeitpunkt spricht. Der Schwabacher hatte mit einem kleinen Kader zu kämpfen, doch daran will der ehemalige Bayernligaspieler seinen Rücktritt nicht festmachen: "Die Mannschaft hat sich immer reingehauen und gut gespielt. Menschlich hat es auch gepasst. Aber sportlich haben wir zu wenig Punkte geholt. Wir hatten auch in den letzten Spielen durchaus die Möglichkeit, einen Sieg einzufahren, selbst mit dem dünnen Kader. Uns hat oft das Quäntchen Glück gefehlt."

Für Neunkirchen kam der Rücktritt überraschend. "Harald hat es mir direkt nach dem Spiel gesagt. Wir haben dann vergeblich versucht, ihn umzustimmen", erklärt Mario Hofmann. Der Abteilungsleiter hatte den Brandbachkickern erst am Samstag im Steilpass-Interview des Fränkischen Tags Mut zugeredet. "Wir hätten gerne mit ihm weitergemacht, weil er sich engagiert und ein hervorragendes Training gemacht hat", sagt Hofmann, der noch keinen Nachfolger an der Hand hat.

Hasaj und Hofmann übernehmen

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Am Mittwoch in Veitsbronn werden der vom Baiersdorfer SV gekommene, 29-jährige Co-Trainer Hasaj auf dem Feld und der Coach der zweiten Mannschaft (A-Klasse 2), Daniel Hofmann, auf der Bank für die Mannschaft verantwortlich sein. Parallel begibt sich Mario Hofmann mit seinen Mitstreitern aus der Abteilungsleitung auf Trainersuche.



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