Nach den Querelen der vergangenen Wochen war es fast vorhersehbar: Bürgermeister Peter Schön in Wülfershausen wird die Wahlperiode nicht zu Ende führen, sondern sein Amt zur Verfügung stellen. "Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht und dies auch mit meiner Familie besprochen. Zum 6. Oktober, 24 Uhr, werde ich vom Amt des 1. Bürgermeisters der Gemeinde Wülfershausen zurück treten," teilte Schön in einem Schreiben sowohl Landrat Thomas Habermann, als auch Emil Sebald, Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft Saal und deren Geschäftsführer Sebastian Roth mit.
In diesem Schreiben nennt der Bürgermeister seine Gründe, die zu diesem Entschluss führten: Unstimmigkeiten im Gemeinderat, die ein gemeinsames Handeln unmöglich machen und zu einem Vertrauensbruch im Gremium geführt haben. Die Hintergründe und Ursachen liegen in dem gescheiterten Deko-Zentrum Wülfershausen. Weiter schreibt Schön: Seit über 15 Jahren bekleidete ich das Amt des 1. Bürgermeisters mit großer Freude und viel Herzblut, seit über 33 Jahren bin ich ohne Unterbrechung in der Kommunalpolitik, sowohl in der Gemeinde als auch im Landkreis Rhön-Grabfeld ehrenamtlich tätig. Mit fast 70 Jahren habe er sich gefragt, ob es Sinn macht, unter den derzeitigen Querelen im Gemeinderat das Bürgermeisteramt weiter zu führen. Er ist in vielen Ehrenämtern des Roten Kreuzes. "Auch als Kommunalpolitiker hatte ich bisher einen guten Ruf. Mit den derzeitigen Querelen im Gemeinderat schädige ich beides: den guten Ruf und meine Gesundheit!" Sein Mandat als Kreisrat wird er bis 2020 ausüben.