Heldritt
konzert

Rudy Giovannini kann Schlager, aber auch große Opern

Zu einem Odeon für Freunde des volkstümlichen Schlagers verwandelte sich am vergangenen Sonntag die Waldbühne in Heldritt. "Schuld" daran war Rudy Giovannini, der auch gern als der "Caruso der Berge" ...
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Das "Bad in der Menge" genoss nicht nur Rudy Giovannini, sondern auch seine Fans.  Foto: Martin Rebhan
Das "Bad in der Menge" genoss nicht nur Rudy Giovannini, sondern auch seine Fans. Foto: Martin Rebhan

Zu einem Odeon für Freunde des volkstümlichen Schlagers verwandelte sich am vergangenen Sonntag die Waldbühne in Heldritt. "Schuld" daran war Rudy Giovannini, der auch gern als der "Caruso der Berge" bezeichnet wird.

Der 54-jährige Südtiroler zog mit seiner markanten und klangvollen Stimme das Auditorium in den komplett besetzten Zuschauerrängen der Waldbühne mit viel Emotion und Hingabe in seinen Bann. Dabei gelang es dem Sänger, dem seine klassische Gesangsausbildung deutlich anzumerken war, seinen Auftritt nicht als eine Aneinanderreihung von Liedern darzustellen. Vielmehr führte er mit viel Witz und anspruchsvollem Humor durch das über zweistündige Programm.

Balsam für die Seele

Rudy Giovannini gelang es in meisterhafter Manier, sein Publikum dem Alltag zu entreißen und mit auf eine gefühlvolle Reise quer durch die musikalische Welt der Berge zu nehmen, einschließlich Sehnsucht, Liebe, Herzschmerz und Zufriedenheit. Balsam für die Seele.

Fast ehrfürchtig hingen die Zuhörer an seinen Lippen, als er unter anderem "La Montanara" oder "Va pensiero" (Gefangenenchor) aus der Verdi-Oper "Nabucco" erschallen ließ. Dass stehende Ovationen folgten, war nur eine logische Konsequenz seiner Sangeskunst. Der Künstler zeigte sich auch "volksnah", indem er die Bühne verließ und sich unter sein begeistertes Publikum mischte. Dass seine Fans nicht unvorbereitet kamen, war den zahlreichen Geschenken anzusehen, mit denen er bedacht wurde. Natürlich wurden auch Küsschen ausgetauscht. Für Rudy Giovanni war es dabei die Kunst, die "Bussis" so in den Textpausen zu setzen, um mit der Zeremonie fertig zu sein, wenn das Lied seinen Gesang erforderte. Aber auch diese Hürden nahm er gekonnt.

So beschreibt er sich selbst auf seiner Homepage: "Seinen musikalischen Werdegang begann der Publikumsliebling im Kirchenchor, später schloss er sich einer Rockband an. Nach einem Opernbesuch, der ihn sehr beeindruckte, entschloss er sich zu einer klassischen Gesangsausbildung, bevor er die leichte Musik für sich entdeckte." Dies alles sorgt für die Vielseitigkeit des Künstlers.

Anhand der Kfz-Kennzeichen auf den Parkplätzen war zu entnehmen, dass die Liebhaber der Musik von Rudy Giovannini nicht nur aus dem Coburger Raum kamen. Den Fahrzeugen zufolge waren Fans auch aus Hessen, Thüringen, Sachsen sowie aus weiten Teilen Bayerns nach Heldritt angereist, um ihren Liebling live und aus der Nähe zu erleben.

Seine Fans erlebten einen wundervollen Nachmittag, der keine musikalischen Wünsche offen ließ. Nicht zuletzt war es der Charme, den Rudy Giovanni ausstrahlte, der das Konzert zu einem Erlebnis werden ließ - bis zu seinem wunderschönen Abschluss.

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