Der Wettbewerb "Grabgestaltung und Denkmal" auf der Internationalen Gartenausstellung in Berlin ist für Rudolf Wihl vom Kulmbacher "Blumenhaus Gisela Wihl" hervorragend gelaufen: Eine Gold-, drei Silber- und zwei Bronzemedaillen sowie ein Ehrenpreis waren der Lohn für die gekonnte und kreative Gestaltung der beiden Wettbewerbs-Gräber.
Glücklich und stolz blickt Rudolf Wihl kurz vor dem Ende Deutschlands größter Gartenausstellung auf die bisherige Laufzeit zurück. Dabei hatte er besonders die Herbstbepflanzung der Friedhofsgärtner im Blick: "Dass wir unsere Leistung nach der Frühjahrs- und Sommerbepflanzung nochmal gesteigert haben und im Herbst sogar mit einer Goldmedaille und einem Ehrenpreis nach Hause fahren können, ist einfach nur großartig", sagt Rudolf Wihl zufrieden.
Die Bewertung nahm eine fünfköpfige Fachjury vor. Friedhofsgärtner aus ganz Deutschland hatten insgesamt 73 Muster-Gräber im Ausstellungsteil "Grabgestaltung und Denkmal" bepflanzt. Für Rudolf Wihl bedeutete die IGA in Berlin ein Neuanfang: Zuletzt hatte er sich 1985 in Berlin dem Wettbewerb der besten Friedhofsgärtner gestellt. "Nach all den Jahren ist dies ein richtig gelungenes Comeback", resümierte Wihl.
Der Wettbewerb, der unter Friedhofsgärtnern den gleichen Stellenwert hat wie für Sportler die Teilnahme an den olympischen Spielen, gilt auch unter Fachleuten als besonders anspruchsvoll. "Klar, wir müssen unser Bestes geben. Doch der Einsatz lohnt sich. Denn wir haben hier die Möglichkeit zu zeigen, was wir können. Und wir bekommen zugleich von den Kollegen viele neue Anregungen und Ideen, die wir später in der Praxis auf dem Friedhof umsetzen", erklärte Wihl.
Mit rund 50 Konkurrenten müssen sich die Friedhofsgärtner aus Kulmbach während der IGA jeweils messen - bei drei Pflanzterminen. Die Internationale Gartenausstellung schließt morgen ihre Pforten. red