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Rudolf Milde blickt auf bewegende Jahre

Es hat schon viele spannende Momente im Leben des nun 90-jährigen Rudolf Milde gegeben. Außergewöhnlich war schon das Kriegsende 1945. Milde war in den Dien...
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Rudolf Milde aus Scheuerfeld ist am Freitag 90 Jahre alt geworden.  Foto: Martin Koch
Rudolf Milde aus Scheuerfeld ist am Freitag 90 Jahre alt geworden. Foto: Martin Koch
Es hat schon viele spannende Momente im Leben des nun 90-jährigen Rudolf Milde gegeben. Außergewöhnlich war schon das Kriegsende 1945. Milde war in den Diensten der deutschen Wehrmacht in den Niederlanden. Die Westalliierten waren weit vorgedrungen. Von den einst 300 Kameraden waren nur noch 23 übrig geblieben. Am 15. April 1945 entließen die vorgesetzten Offiziere den Rest der Truppe aus dem Militärdienst. Die freigestellten Soldaten hatten die schwere Wahl zwischen dem Gang in die Kriegsgefangenschaft oder dem Versuch, sich irgendwie in die Heimat durchzuschlagen. Rudolf Milde entschied sich für die Option Heimat. Sechs Wochen war er zu Fuß von Holland aus quer durch Deutschland in seine schlesische Heimat unterwegs. Das Durchschlagen war eher ein Durchmogeln durch die feindlichen Linien und die Restgebiete in den Händen der deutschen Truppen, ein stetiges Hin und Her.
Milde hat es geschafft, er kam zurück nach Niederschlesien, wo er am 10. November 1927 in Langenöls nahe Breslau auf die Welt gekommen ist. Im Alter von 16 Jahren musste er zum Arbeitsdienst, schließlich leistete er seinen Wehrdienst als Flakhelfer. Die Zeit nach seiner Rückkehr in Langenöls war kurz. Am 16. April 1946 wurde er vertrieben und kam nach Detmold. Die Familie war aber schon in Bayern angekommen. 1957 lernte er seine spätere Ehefrau Gertrud Kahlert kennen. Im selben Jahr heirateten sie, 1960 wurde Tochter Doris (Sperlich) geboren. 1964 bezog die Familie ihr eigenes Haus in Scheuerfeld, in dem der Altersjubilar heute noch lebt. Zum Geburtstag gratulierten neben Tochter Doris zwei Enkelinnen und ein Urenkel. Die Glückwünsche der Stadt überbrachte Dritte Bürgermeisterin Birgit Weber. Auch der Scheuerfelder Pfarrer Hartmut Braune-Bezold gratulierte. mako
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