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Herzogenaurach

"Rosinen picken liegt uns nicht"

Die SPD-Herzogenaurach präsentiert ihr Programm für die Zeit nach der Wahl, um die Bürger zu überzeugen, deren Stimmen der SPD zu geben. Die Partei präsentiert sich zukunftsorientiert, verlässlich und generationenübergreifend.
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Die SPD-Vertreter (v.r.) stellen der Presse ihre Ideen vor: Renate Schroff, Susanne Gräwe, Claudia Belzer, German Hacker und Curd Blank präsentiren ein Bild der SPD und ein Programm, das die Wähler überzeugen soll.  Foto: Michael Busch
Die SPD-Vertreter (v.r.) stellen der Presse ihre Ideen vor: Renate Schroff, Susanne Gräwe, Claudia Belzer, German Hacker und Curd Blank präsentiren ein Bild der SPD und ein Programm, das die Wähler überzeugen soll. Foto: Michael Busch

Michael Busch Gemeinsam, das ist eine der wichtigsten Aussagen der SPD Herzogenaurach bei der Präsentation des Wahlprogrammes anlässlich der Kommunalwahlen am 15. März. "Herzo2030.de" lautet der Titel des Programmes, aber wichtig ist den SPD-Vertretern, das unter diesem Titel der Anspruch an sich selbst bestehe, dass die in die Zukunft gerichtete Politik für alle Generationen, die gesamte Stadt, inklusive der Ortsteile in enger Abstimmung mit allen Bürgern gestaltet werde.

Oder wie Bürgermeister und Spitzenkandidat German Hacker formulierte: "Wir müssen uns mit allen Themen beschäftigen, nicht nur mit einzelnen Teilen." Denn dieses "Rosinen herauspicken" könne eine Opposition tätigen, nicht aber die Partei, die letztlich auch in der Verantwortung stehe. "Natürlich können wir uns ausschließlich mit der Frage des Rathaus-Neubaus beschäftigen", sagt Hacker.

Vier wichtige Kernthemen

"Doch was bleibt, wenn dieses Thema wegbricht?", stellt er rhetorisch hintenan. Oder das Thema S-Bahn und Stadtumlandbahn - es gehe eben um mehr. Aus Sicht der SPD-Vertreter finde sich das eigene Programm unter dem Titel "4 plus 1" wieder. Es seien die Themenbereiche, die zum Teil jetzt, aber eben auch in der Zukunft eine wichtige Rolle spielen werden. Wohnen, Mobilität, Bildung und Arbeit sind die Kernthemen, ergänzt durch das "plus 1" oder "Freiraum", um es in eine entsprechende Überschrift zu fassen.

Im Bereich wohnen finden sich Themen wieder wie das Wohngebiet Herzo Base und der Ausbau in anderen Herzogenauracher Ortsteilen, bezahlbare Mietwohnungen und sozialer Wohnungsbau. Mit Stolz wird auf die bereits geschaffene Wohnraumkoordination hingewiesen, die natürlich fortgesetzt und ausgebaut werden soll.

Das Spektrum der Mobilität beinhalte ebenfalls wieviele Bereiche. Es fange bei dem Ausbau der Radwege an und ende noch lange bricht beim Ausbau eines attraktiven öffentlichen Nahverkehrs. Überraschend sind vielleicht die Ansätze, dass auch die E-Mobilität und der Wasserstoff eine wichtige Zukunft in der Stadt spielen müsse. Das sei eben nicht nur eine infrastrukturelle Frage außerhalb der Kommunen, sondern "für uns spielt das ein Thema, da die kommunale Versorgung in diesem Bereich für den Bürger wichtig ist", sagt German Hacker.

Beim Thema Bildung gehe es natürlich um die Frage der Kita-Plätze, der bedarfsgerechten Ganztagsschulen, der Qualität insgesamt bei den Ausbildungsstätten sowie den Sonderförderungen.

Freiraum für weitere Themen

Und das Feld "Arbeit" beschäftige sich mit dem bereits laufenden und fortzuführenden ISEK-Programm, dem integriert städtebaulichen Entwicklungskonzept. Die Digitalisierung, die auf breiter Front Einzug halte, sei zu betrachten und zu entwickeln, ebenso das bereits seit dem ersten Antritt von German Hacker als Bürgermeister forcierten Thema des Glasfaserausbaus. Einen großen Raum für die vielen anderen Themen gibt es im Feld "Freiraum". Dort geht es um Klimaschutz, die Unterstützung des Ehrenamtes, der Grünraumgestaltung, dem Bau einer Dreifach-Sporthalle, Barrierefreiheit und vielem mehr.

Hacker betont bei seinen Ausführungen: "Mit unserer stabilen Gestaltungsmehrheit im Stadtrathaben wir die Weichen in den letzten Jahren richtiggestellt." Die Zusammenarbeit mit den weiteren Stadträten habe immer gut funktioniert, trotz allem politischen Diskurs. Ein Thema, das angesichts des Agierens anderer Parteien durchaus eine Rolle spiele. So tritt die JU mit einer eigenen Liste an, um sich von der Mutterpartei ein Stück weit abzusetzen. Die junge SPDlerin Claudia Belzer sagt klipp und klar: "Unser Wahlprogramm darf sich nicht nur auf eine Generation beziehen, das ist ein Merkmal, das wir herausstellen wollen." Und ergänzt: "Für uns gehören alle Generationen auf eine Liste, wir wollen da keine Gräben aufreißen." Selbstverständlich habe man sich in den Diskussionen nicht nur eingebracht, sondern finde sich auch als junger SPDler im Programm der Herzogenauracher SPD wieder.

Die Einschätzung, ob es der Mannschaft, die am Ruder sitzt, einfacher oder schwerer fällt, mit dem eigenen Programm die Wähler zu überzeugen, fällt eindeutig aus: "Die vergangenen zwölf Jahre haben gezeigt, dass die Richtung stimmt", erklären die SPD-Vertreter. "Mit dem Programm herzo2030.de zeigen wir dem Bürger, dass wir die Zukunft weiterhin in die Hand nehmen."

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