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Kirchlauter
90. Geburtstag

Rosa Geier will fit bleiben

"Meine Gedanken und mein Geist müssen auch mit 90 fit bleiben." Das sagte Rosa Geier geborene Rumpel am gestrigen Mittwoch, als sie im Kreis ihrer Familie ihren 90. Geburtstag feierte. Dazu überbracht...
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Die Jubilarin Rosa Geier Foto: gg
Die Jubilarin Rosa Geier Foto: gg

"Meine Gedanken und mein Geist müssen auch mit 90 fit bleiben." Das sagte Rosa Geier geborene Rumpel am gestrigen Mittwoch, als sie im Kreis ihrer Familie ihren 90. Geburtstag feierte. Dazu überbrachten der Bürgermeister Karl-Heinz Kandler und Pfarrer Mathias Rusin offizielle Glückwünsche.

Dass sie sehr wissbegierig ist, spürte man im Gespräch mit ihr. Sie liest täglich die Zeitung, verfolgt die Nachrichten im Fernsehen und besucht selbstverständlich die Seniorennachmittage, "denn Unterhaltung und Geselligkeit sind mir wichtig".

Rosa Geier wurde als jüngstes von drei Geschwistern in der Paßmühle, rechts des Baches, geboren. Ihre Wurzeln reichen bis ins Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha nach Hattersdorf bei Seßlach zurück, wo ihre Mutter herstammte. Sie selbst besuchte von 1936 bis 1944 die Schule in Neubrunn und hatte bereits als Schulkind die Aufgabe, ihre Nichte und Kinder aus dem Nachbarkreis zu beaufsichtigen. Danach absolvierte sie die Hauswirtschaftsschule.

Überall mitgeholfen

In der Kriegszeit half sie dort mit, wo sie gerade gebraucht wurde. Ob im Haushalt, in der heimischen Landwirtschaft, auf dem Feld oder in der eigenen Sägeschneidmühle musste sie ihre kranken und älteren Eltern tatkräftig unterstützen. "Das war wirklich kein Zuckerschlecken", erinnert sie sich. "Die Paßmühle war umringt von Steinbrüchen der Firmen Gleußner, Ankenbrand und Vetter und war dadurch Anlaufpunkt für die Ar-beiter der angrenzenden Steinbrüche, um ihre Werkzeuge zu reparieren. Auch da musste ich Hand anlegen, wenn Hilfe in der Schmiede und in der Werkstatt benötigt wurde."

Beim "Pettstadter Wirt" lernte sie dann beim Tanz ihren späteren Mann Ignatz kennen, den sie 1954 in Kirchlauter heiratete. Aus dieser Ehe sind vier Kinder, drei Mädchen und ein Junge, hervorgegangen, und ihnen galt ihre Fürsorge. Darüber hinaus standen Hausarbeit und Gartenarbeit an und mit ihrem Mann auch Tätigkeiten in der Land- und Forstwirtschaft.

Sie war auch für die Dorfgemeinschaft aufgeschlossen. Mit Begeisterung erfüllten sie das jährliche Schmücken des Osterbrunnens, das Girlandenbinden und die damit verbundene Geselligkeit. Auch die Pettstadter Landjugend lag ihr sehr am Herzen. Beim Imkerverein Kirchlauter unterstützt sie ihren Mann, der den Verein gegründet hatte, lange Jahre als Vorsitzender fungierte und selbst eine große Anzahl von Bienenvölkern hatte. "Auch zur damaligen Zeit standen schon Bienen und Natur in Harmonie miteinander", bemerkte sie dazu.

Begeistert von den Blumen

Bis zu einer Erkrankung versorgte sie ihre Familie und kümmerte sich um ihren Garten, denn Blumen haben sie schon immer begeistert. Ihr Mann Ignatz ist 2010 verstorben. Mittlerweile freut sie sich über sieben Enkel und vier Urenkel. gg