Wirsberg
Konzertabend

Romantischer Liederabend mit Wagner-Tenor in der Goldenen Adlerhütte

Der französische Tenor Anthony Lo Papa, der seit vier Jahren regelmäßig zu den Wagner-Festspielen zu Gast im Luftkurort ist, hatte zu einem wunderschönen Liederabend mit dem berühmten Liederzyklus "Di...
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Liederabend in der Goldenen Adlerhütte mit Anthony Lo Papa als Tenor und Wolfgang Pinkow-Margerie am Klavier Foto: Werner Reißaus
Liederabend in der Goldenen Adlerhütte mit Anthony Lo Papa als Tenor und Wolfgang Pinkow-Margerie am Klavier Foto: Werner Reißaus
Der französische Tenor Anthony Lo Papa, der seit vier Jahren regelmäßig zu den Wagner-Festspielen zu Gast im Luftkurort ist, hatte zu einem wunderschönen Liederabend mit dem berühmten Liederzyklus "Die schöne Müllerin" von Franz Schubert eingeladen. Begleitet wurde er am Klavier von Wolfgang Pinkow-Margerie.
Die Besucher spürten, dass die besondere Liebe und Hingabe des Musikers dem deutschen Liedgut gilt.
"Die schöne Müllerin" wurde von Franz Schubert als Liederzyklus für Singstimme und Klavier 1823 komponiert und ihren Zauber hat sie bis heute nicht verloren. Textbasis ist die Gedichtsammlung von Wilhelm Müller, die in den 1821 erschienenen 77 nachgelassenen Gedichten aus den Papieren eines reisenden Waldhornisten enthalten ist. Schubert hat von den 25 Gedichten 20 vertont, und der Inhalt ist ausgesprochen romantisch.
Die Interpretationen der ersten Lieder des Zyklus waren freudig und mit einem gewissen Liebesdrang versehen, wobei es Wolfgang Pinkow-Margerie meisterhaft verstand, die Klavierbegleitung passend dazu im schnellen Rhythmus vorzunehmen. Der zweite Teil des Liederzyklus schlug dann eher in Resignation, Wehmut und ohnmächtigen Zorn um und zeigte die Grenzen zwischen unbändigem Lebenswillen, Angst und Verzagtheit, Wehmut bis hin zur Depression auf.
Das erste Konzert gab Anthony Lo Papa in der Johanniskirche. Er widmete es seiner verstorbenen Mutter, die mit ihrer Familie sehr oft in Wirsberg Urlaub machte. Der Tenor lobte die Zusammenarbeit mit Wolfgang Pinkow-Margerie: "Es war eine große Freude, dass er so gut vorbereitet war. Schon bei der ersten Probe fanden wir zusammen."


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