Altenkunstadt

Rohrverlegungen: Gemeinde will Heft des Handelns in die Hand nehmen

Synergieeffekt - dieses Wort scheint die deutsche Telekom nach Ansicht des Bauausschusses nicht zu kennen. Im vierten Quartal dieses Jahres will das Unterne...
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Synergieeffekt - dieses Wort scheint die deutsche Telekom nach Ansicht des Bauausschusses nicht zu kennen. Im vierten Quartal dieses Jahres will das Unternehmen von der Eisdiele kommend am Altenheim vorbei bis zur Neumühle Leitungen für schnelles Internet verlegen. Im gleichen Atemzug könnte man Leerrohre für Glasfaser verlegen. "Aufgrund der Planungen ist das der deutschen Telekom nicht möglich", stellte Zweiter Bürgermeister Georg Deuerling von den Freien Bürgern der Ortsteile (FBO) sichtlich enttäuscht fest, der den Bürgermeister zu vertreten hatte.
Mit seiner Mitteilung löste er eine kurze Diskussion aus, in der sich auch Ludwig Winkler (FBO) zu Wort meldete: "Die Gemeinde sollte das Heft des Handelns in die Hand nehmen." "Wir werden die Angelegenheit noch einmal mit der Telekom abklären und das Unternehmen wissen lassen, dass das unser Grund und Boden ist", versprach Deuerling am Ende der Debatte.
Die ortsansässige Firma SEL Sesselmann Erd- und Leitungsbau GmbH möchte einen Lagerplatz im Altenkunstadter Gewerbegebiet errichten. Bei dem Gedanken, schwere Lkw würden über den St.-Josephs-Weg zum geplanten Lagerplatz für Container, Rohre und Kabeltrommeln fahren, war Ludwig Winkler nicht wohl zumute. "Es treten Schäden auf, für die man dann nicht die Anwohner heranziehen kann", stellte er klar. Möglichen Forderungen seitens des Antragstellers, ein Parkverbot für den St.-Josephs-Weg zu erlassen, damit die Laster besser durchfahren können, erteilte Gerd Hofmann von der Bauverwaltung eine deutliche Absage. "Dann verlagert sich das Parkgeschehen in benachbarte Straßen." So sah es auch das Gremium, das auf die Aufstellung von Schildern verzichtete. Zudem vertrat man die Auffassung, dass die schweren Lkw über die breitere Straße im Gewerbegebiet den Lagerplatz anfahren werden. Als Sichtschutz zum benachbarten Baugebiet wurde dem Antragsteller die Auflage erteilt, einen Wall mit Begrünung zu errichten.


"Parksituation eine Katastrophe"

"Die Parksituation am Kirchberg ist eine Katastrophe. Ich komme des Öfteren nicht aus meiner Hofeinfahrt heraus. Die Leute werden frech, wenn man sie darauf anspricht, dass es sich um eine Ausfahrt handelt. Mein Vater ist ein Pflegefall und muss öfters zum Arzt", machte Carola Hühnlein aus Altenkunstadt in einem Schreiben an die Gemeinde ihrem Ärger Luft. Darin bat sie die Gemeinde um eine Lösung ihres Problems. Die Auffassung der Bürgerin, dass die 50 Parkplätze, die auf dem Pülsacker entstehen sollen, den Missstand nicht lösen werden, teilte das Gremium nicht.
"Er würde sehr wohl zu einer Entschärfung beitragen", meinte Maximilian Deuber (FWG). Von der Aufstellung von Parkverbotsschildern riet Gerd Hofmann von der Bauverwaltung ab. Das würde, wie im Falle des St.-Josephs-Wegs, nur zu einer Verlagerung des Parkgeschehens in andere Straßen führen. Einvernehmlich kam man überein, den Parkplatzbau zu beschleunigen und das Gremium über den Fortgang der Angelegenheit zu informieren.
Unverantwortliche Zeitgenossen parken ihre Fahrzeuge auf dem Gehweg. Sehr zum Missfallen vieler Fußgänger. "Vor allem Eltern mit Kinderwägen, Rollstuhlfahrer und ältere Mitbürger mit Rollator bekommen dann Probleme", machte Ludwig Winkler auf den Missstand aufmerksam. Eine Abhilfe sei dringend geboten. Vor allem in der Woffendorfer Straße und bei der Eisdiele sei es besonders schlimm. Der örtliche Polizeibeamte sollte den Verkehrssündern erst einmal entsprechende Hinweiszettel an die Windschutzscheibe heften. Georg Deuerling: "Im Amtsblatt sollte ein Hinweis abgedruckt werden, der ausgeschnitten und hinter den Scheibenwischer geklemmt werden kann."
Auch in Altenkunstadt wird das Sichtdreieck, das ein Verkehrsteilnehmer zur Verfügung hat, wenn er von einer untergeordneten in eine übergeordnete Straße abbiegen will, immer wieder durch parkende Fahrzeuge oder Bewuchs verdeckt. Diesen Missstand sprach Ludwig Winkler an. Das Landratsamt Lichtenfels sollte tätig werden, damit zum Beispiel im Baugebiet Weidner oder an der Einmündung vom Steuerweg in den Hetzenweg im Ortsteil Woffendorf die Autofahrer freie Sicht hätten. stö

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