Röttenbach
Haushalt

Röttenbach hat genügend Geld für mehrere Großprojekte

Quer durch alle Fraktionen herrschte am Montagabend große Zufriedenheit im Röttenbacher Gemeinderat. Der Haushaltsplan für das Jahr 2019 wurde sowohl von CSU und Freien Wählern als auch von der SPD du...
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Quer durch alle Fraktionen herrschte am Montagabend große Zufriedenheit im Röttenbacher Gemeinderat. Der Haushaltsplan für das Jahr 2019 wurde sowohl von CSU und Freien Wählern als auch von der SPD durchgehend als hervorragend gelobt und letztendlich einstimmig verabschiedet.

Die Gemeinde plant nach dem Rekord-Haushalt im vorherigen Jahr mit einem leicht gesunkenen Etat von insgesamt 23,4 Millionen Euro. Gut zehn Millionen Euro sind dabei für Investitionen vorgesehen. Diese sollen in den Kernbereichen Infrastruktur und Bildung, Klimaschutz, Hochwasserschutz, Wohnraumbeschaffung und Barrierefreiheit eingesetzt werden.

Im Vordergrund stehen dabei die Großprojekte Digitalisierung der Schule, energetische Sanierung der Schulturnhalle und die Neugestaltung des Rathausplatzes, die termingerecht in diesem Jahr abgeschlossen werden sollen. Daneben bestimmen kontinuierliche Aufwendungen im Bereich der Kanal- und Straßensanierung die Ausgabenseite.

Schwarze Null als Ziel

Bürgermeister Ludwig Wahl (FW) hob hervor, dass die finanzielle Ausgangslage für alle Maßnahmen sehr gut sei und in den letzten Jahren vorausschauend Rücklagen aufgebaut worden sind. Die Finanzwirtschaft der Gemeinde, allen voran Kämmerer Martin Zidlicky, habe zudem hervorragende Arbeit bei der Beteiligung an Förderprogrammen geleistet. Allerdings müsse man bei vielen Projekten zunächst in Vorleistung gehen, so Wahl, was zu vorübergehenden finanziellen Engpässen führen könnte. In diesem Fall betrachtet die Gemeinde die Aufnahme kurzfristiger Kredite als Option, betont aber ausdrücklich, dass eine Neuverschuldung vermieden werden soll und man weiterhin mit einer schwarzen Null rechnet.

Bürger sollen profitieren

Grundlage dieser positiven Haushaltsplanung ist die seit Jahren sehr erfreuliche wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde im Bereich der Einkommenssteuerbeteiligung und der Gewerbesteuer. Erstere erreichte im Jahr 2018 mit etwa 3,65 Millionen Euro einen weiteren Höhepunkt und verzeichnet seit 2010 jährlich deutliche Zuwächse. Bei der Gewerbesteuer gab es zwar leichte Rückgänge nach dem Rekordjahr 2017, die Einnahmen verblieben aber mit fast 1,6 Millionen Euro auf einem hohen Niveau. Bürgermeister Wahl betonte in diesem Zusammenhang, das man die Bürger an dieser guten wirtschaftlichen Entwicklung teilhaben lassen wolle. Dies zeige sich an den bereits erwähnten Investitionen und weiteren Ausgaben für Bücherei, Musikförderung oder Jugendclub.

Abschließend befasste sich der Gemeinderat noch mit zwei kleineren Anfragen zur Verkehrsberuhigung. Die Nachfrage nach einer zeitweisen Aufhebung der Schrittgeschwindigkeit vor dem Schulgebäude - außerhalb der Unterrichtszeiten - wurde ablehnend betrachtet. Ein Zeitraum sei nur schwer zu definieren und zum Wohle der Kinder sollte die Regelung beibehalten werden.

Die zweite Anfrage bezog sich auf den Geltungsbereich der 30-km/h-Zone in der Hauptstraße auf Höhe des Kindergartens, da es hier nur eine Anfangsbeschilderung gibt. Die Beschränkung sollte bis zu den jeweiligen nächsten Querstraßen (Ringstraße bzw. Lindenstraße) gelten. Über eine entsprechend exakte Beschilderung werde diskutiert.

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