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Ritter-Wirnt-Realschule hat nun das Profil Inklusion

Die Staatliche Ritter-Wirnt-Realschule Gräfenberg gehört zu den 21 neuen Schulen mit dem Schulprofil Inklusion im Schuljahr 2019/20. "Es gibt viele richtige Wege der Inklusion. Jedes Kind ist anders, ...
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Anna Stolz (l.) übergibt die Auszeichnung an die Gräfenberger Realschuldirektorin Gertrud Eismann.  Foto: PR
Anna Stolz (l.) übergibt die Auszeichnung an die Gräfenberger Realschuldirektorin Gertrud Eismann. Foto: PR

Die Staatliche Ritter-Wirnt-Realschule Gräfenberg gehört zu den 21 neuen Schulen mit dem Schulprofil Inklusion im Schuljahr 2019/20.

"Es gibt viele richtige Wege der Inklusion. Jedes Kind ist anders, jedes Kind ist besonders. Im Freistaat passen wir daher unsere vielfältigen Förderangebote an die individuellen Bedürfnisse des Kindes an", erklärte die Staatssekretärin Anna Stolz (FW) im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus bei der Auszeichnung in München.

"Seit 2011 zählen die Bildungseinrichtungen mit dieser Profilrichtung zu den Vorreitern bei der Inklusion. Hier lernen Kinder mit und ohne Behinderung mehr als nur den Unterrichtsstoff. Ihr Einsatz ist unverzichtbar, Inklusion lebt durch ihr Vorbild", lobte Anna Stolz die 21 neu ernannten Schulen. Darunter befinden sich drei Grundschulen, vier Mittelschulen, fünf Realschulen, drei Gymnasien, eine Förderschule und fünf berufliche Schulen. Damit ist die Anzahl der Schulen, die dieses Profil ausgebildet haben, zum aktuellen Schuljahr auf 377 angestiegen.

Anna Stolz war es aber zugleich wichtig zu betonen, "dass die Profilschulen auch stellvertretend stehen für das Engagement und den Beitrag unzähliger anderer bayerischer Schulen für ein vorurteilsfreies Schulklima".

Bei der Inklusion handele es sich um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, und so appellierte Anna Stolz "an alle Partner aus Elternhaus, Schule, Politik, Gesellschaft, Wissenschaft und Praxis, im Dialog miteinander nach den individuell besten Fördermöglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf zu suchen. Denn Kooperation ist der Schlüssel für gelingende Inklusion".

Zur Unterstützung der Inklusion hat der Freistaat in den letzten acht Jahren laut Pressemitteilung des Ministeriums 900 zusätzliche Lehrerstellen geschaffen. Bis 2020 soll diese Zahl auf 1000 Stellen wachsen. Mit 100 zusätzlichen Stellen wurde zudem die individuelle Förderung an Förderschulen zum laufenden Schuljahr gestärkt.

Erneut 100 Stellen werden für Schulpsychologen und Schulsozialpädagogen zur Verfügung gestellt; sie unterstützen als Teil der multiprofessionellen Teams die Lehrer bei ihrer Arbeit. Außerdem nehme Bayern gezielt Investitionen in die Lehrerbildung vor: So wurden die Kapazitäten der bayerischen Universitäten zur Ausbildung von Lehrkräften für Sonderpädagogik deutlich ausgebaut: München und Würzburg erhielten jeweils einen zusätzlichen Lehrstuhl, am neuen Standort Regensburg entstanden drei Lehrstühle.

Das Basiswissen über Inklusion ist für alle Lehramtsstudierenden verpflichtender Studieninhalt und für Lehrkräfte steht zudem ein breites Angebot an Fortbildungen zur Verfügung. red

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