Kulmbach
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Risiko-Gruppen sollten sich impfen lassen

Am Klinikum Kulmbach haben sich Hunderte Beschäftigte gegen Influenza impfen lassen. Das Gesundheitsamt nutzte die Aktion, um auch in der Bevölkerung für den Schutz gegen die Grippe zu werben. Landrat...
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Landrat Klaus Peter Söllner ließ sich als einer der ersten von Amtsärztin Camelia Fiedler impfen. Foto: privat
Landrat Klaus Peter Söllner ließ sich als einer der ersten von Amtsärztin Camelia Fiedler impfen. Foto: privat

Am Klinikum Kulmbach haben sich Hunderte Beschäftigte gegen Influenza impfen lassen. Das Gesundheitsamt nutzte die Aktion, um auch in der Bevölkerung für den Schutz gegen die Grippe zu werben. Landrat Klaus Peter Söllner war einer der ersten, der sich bei der diesjährigen Grippeschutz-Impfaktion am Klinikum Kulmbach mit einem kleinen Piks den Schutz gegen eine Influenza-Erkrankung holte. Erneut hat das Klinikum Kulmbach für seine Beschäftigten Hunderte Dosen Impfstoff bestellt und zur Impfaktion aufgerufen. Auch das Kulmbacher Gesundheitsamt war mit an Bord.

Die groß angelegte Aktion am Klinikum soll in erster Linie natürlich die Beschäftigten vor einer Erkrankung schützen, sie dient aber auch der Öffentlichkeitsarbeit und soll dafür werben, dass sich besonders Angehörige sogenannter Risikogruppen gegen Grippe impfen lassen.

Camelia Fiedler, die Leiterin des Staatlichen Gesundheitsamts in Kulmbach, betont, wie wichtig die Impfung vor allem für Personen aus Risikogruppen ist. Ältere Menschen, chronisch Kranke, alle, die viel Kontakt mit anderen Personen haben und natürlich auch Angehörige medizinischer Berufe sollten sich impfen lassen, sagt die Amtsärztin. "Das ist der einzige effektive Schutz gegen die Influenza und die Impfung wird sehr gut vertragen."

Der Impfstoff, der in diesem Jahr verwendet wird, umfasst erneut vier Virusstämme. Jedes Jahr werde, wie Fiedler erläutert, die Impfung an die zu erwartende Entwicklung der Virus-Varianten angepasst. Der Impfstoff werde danach entwickelt.

Schlimmer Winter 2017/18

Die typische Grippezeit beginnt laut Fiedler meist Mitte bis Ende Dezember und dauert bis zum März, manchmal auch bis zum April. Einige Hundert nachgewiesene Fälle gebe es pro Saison in Kulmbach. Wenn, wie vor zwei Jahren, eine Grippe-Epidemie ausbricht, schnellen die Zahlen nach oben. In der Saison 2017/18 wurden in Kulmbach Stadt und Land dreifach so viele Erkrankungen gezählt wie in "normalen" Jahren. Die Erinnerung an zahlreiche Krankheitsfälle, die auch in Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen zum Teil erhebliche Personalengpässe hervorgerufen hatten, sei immer noch präsent.

Leitender Arzt Thomas Banse leitet die Hygienekommission am Klinikum Kulmbach. Auch er hat sich nicht nur selbst impfen lassen, sondern stellte sich wie auch weitere Mitarbeiter des Hauses für die Impfung der Klinik-Belegschaft zur Verfügung. Eine hohe Durchimpfungsrate, sagt er, sei wichtig, wenn man die Influenza im Zaun halten will. Das Klinikum stelle deshalb seinen Mitarbeitern den Impfstoff kostenlos zur Verfügung und arrangiere mehrere Impftermine, die während der Arbeitszeit im Haus wahrgenommen werden können. "Damit wollen wir sowohl unsere Mitarbeiter als auch deren Familien und natürlich unsere Patienten schützen."

Rund 1600 Beschäftigte hat das Klinikum Kulmbach. Bei der ersten Aktion im vergangenen Jahr haben mehr als 300 Personen die Möglichkeit zur Impfung am Arbeitsplatz genutzt. Für das erste derartige Angebot sei das sehr gut, so Banse. 450 Dosen hat das Klinikum in diesem Jahr bestellt. "Wir hoffen, dass wir auch so viele Teilnehmer gewinnen können", sagte Banse. red

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