Bad Kissingen
Statistik

Rinderhaltung nimmt auch im Kreis Bad Kissingen ab

Rund 11,95 Millionen Milchkühe, Mastrinder, Zuchttiere, Mutterkühe oder Kälbchen stehen nach der jüngsten Zählung in den Ställen und auf der Weide von Flensburg bis Berchtesgaden, rund 332 000 weniger...
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Rund 11,95 Millionen Milchkühe, Mastrinder, Zuchttiere, Mutterkühe oder Kälbchen stehen nach der jüngsten Zählung in den Ställen und auf der Weide von Flensburg bis Berchtesgaden, rund 332 000 weniger als ein Jahr vorher. Im Kreis Bad Kissingen geht die Rinderhaltung ebenfalls zurück: aktuell werden 17 011 Tiere gehalten, 228 weniger als vor einem Jahr. Ob das ein anhaltender Trend ist, ist allerdings unklar, aktuell ist der geringere Bestand in den Ställen laut Bauernverband eher eine Wetterfolge: "Die Ursache liegt in den 2018 gestiegenen Kuhschlachtungen. Aufgrund der Futterunsicherheit nach der langen Trockenheit selektierten viele Landwirte verstärkt Kühe und Färsen aus." Trotzdem werden die Ställe wohl weiter leerer: "Längerfristig wird sich allerdings der Trend der sinkenden Erzeugung von Rindfleisch in Deutschland fortsetzen" steht im Situationsbericht 2018/19.

Rindern geht's dabei ein wenig wie Dieseln, es gibt Forderungen, sie zu verbieten. Massentierhaltung macht Feinstaub, heißt ein Klimakiller-Vorwurf, Rinder pupsen das Klimagas Methan als Verdauungsprodukt, und die Fleischproduktion braucht zu viel Fläche, so lauten drei Hauptvorwürfe. Hat die Debatte den hiesigen Tierbestand in den vergangenen fünf Jahren verändert? Momentan gibt es im Kreis Bad Kissingen 17 011 Rinder (Stichtag: 3. November 2018) und von denen sind 5304 Milchkühe.

Nehmen wir die Entwicklung der letzten fünf Jahre als Maßstab, um einen Trend zu erkennen, haben wir folgende Bestandszahlen im Kreis Bad Kissingen: 2013 registrierten die Statistiker hier 17 510 Rinder (Milchkühe: 5511). Zwölf Monate später waren es 17 851 Rinder (Milchkühe: 5601). Im Jahr darauf registriert die Statistik 17 306 Rinder (Milchkühe: 5430), zum Stichtag 2016 waren es 17 312 Rinder (Milchkühe: 5528), zum Stichtag 2017 17 239 Rinder (Milchkühe: 5528) und im letzten November nun 17 011 Rinder (Milchkühe: 5304).

Was vermarktet sich besser? Die Landwirte haben grob gesagt die Wahl zwischen Zuchtvieh, Milchvieh und Masttieren, gut koppeln lassen sich Milcherzeugung und Fleischproduktion. Bei uns standen zuletzt 5304 Milchkühe in den Ställen. Sie machen damit momentan rund 31,2 Prozent des gesamten Rinderbestands aus (2013: 31,5 Prozent). Deutschlandweit kletterte dieser Anteil in den vergangenen fünf Jahren von 33,6 (2013) auf 34,3 Prozent (2018).

"Mit 90 600 Euro lag das durchschnittliche Unternehmensergebnis der auf Milchviehhaltung spezialisierten Betriebe im Wirtschaftsjahr 2017/18 um etwa zwei Drittel höher als ein Jahr vorher. Damit hat sich die wirtschaftliche Erholung nach den beiden Krisenjahren2014/15 und 2015/16 weiterfortgesetzt. Hauptursache für die Ergebnisverbesserung waren die weiter deutlich erholten Milchpreise"', heißt es in der Bilanz des Bauernverbandes. zds

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