Kairlindach

Rinder haben in Kairlindach viele Freunde

Mastanlage? Ja oder Nein? Der Inhalt der Fragestellung beim Bürgerbegehren am 26. Mai war im Grunde recht einfach. Vorausgegangen war allerdings ein heftiges Hin und Her zwischen Befürwortern einer Ri...
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Bis zum Bürgerentscheid wurde kräftig Werbung in eigener Sache gemacht. Offensichtlich für die Gegner mit Erfolg.  Foto: Michael Busch
Bis zum Bürgerentscheid wurde kräftig Werbung in eigener Sache gemacht. Offensichtlich für die Gegner mit Erfolg. Foto: Michael Busch

Mastanlage? Ja oder Nein? Der Inhalt der Fragestellung beim Bürgerbegehren am 26. Mai war im Grunde recht einfach. Vorausgegangen war allerdings ein heftiges Hin und Her zwischen Befürwortern einer Rindermastanlage bei Kairlindach und den Gegnern.

Im Gemeinderat wurde der Weg für rund 480 Rinder freigemacht. Dann ging es allerdings rund. Es gab Informationsveranstaltungen der Parteien, der Bürgerinitiative, der Gemeinde. Es gab aber auch ausgefallene Informationsveranstaltungen, da 21 Tage vor dem Bürgerentscheid nicht mehr jeder etwas zu sagen hatte.

Vorgesehen war eine Anlage, die 480 Rinder auf einer Fläche von rund 1500 Quadratmeter unterbringen sollte. Insgesamt sollten zwei Hallen mit je 2300 Quadratmeter entstehen. Innerhalb kürzester Zeit wendeten sich allerdings etwa 3500 Menschen gegen die Anlage, indem sie ein Bürgerbegehren forderten, um sich aktiv gegen das Vorhaben auszusprechen. Kairlindach, aber auch weitere Ortsteile waren in den Wochen bis zur Abstimmung Stellplatz für Plakate, auf denen unter anderem propagiert wurde: "Die geplante Mastanlage wird Tierleid, mehr Verkehr, Gestank, Flächenfraß und Umweltzerstörung mit sich bringen."

Der Betreiber der Biogasanlage an dem Ort, wo die Rindermast entstehen sollte, Jürgen Schenk, hat sich gegenüber der Presse oft nicht geäußert. Der Landwirt erklärte lediglich, dass gerade die Verwertung des anfallenden Mists in der Biogasanlage und die daraus resultierende Verstromung ein Vorteil des zu dieser Zeit geplanten Standortes gewesen wäre.

Geplant waren für die Umsetzung des Vorhabens drei Millionen Euro - Geld das nicht ausgegeben wurde, da das Bürgerbegehren ein eindeutiges Ergebnis mit sich brachte: Mit 2048 zu 1337 Stimmen votierte am Sonntag eine Mehrheit der Weisendorfer im Bürgerentscheid gegen den Bau einer Rindermastanlage bei Kairlindach. mb

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