Kulmbach
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Rinder für eine Tierschau fachgerecht vorbereiten

Am 21. September beginnt wieder das Münchner Oktoberfest, das als das weltweit größte Volksfest gilt. Die Geschichte des Oktoberfestes begann im Jahr 1810 aus Anlass der Hochzeit von Kronprinz Ludwig,...
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Am 21. September beginnt wieder das Münchner Oktoberfest, das als das weltweit größte Volksfest gilt. Die Geschichte des Oktoberfestes begann im Jahr 1810 aus Anlass der Hochzeit von Kronprinz Ludwig, dem späteren König Ludwig I. von Bayern, mit der Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen; dazu wurde ein Pferderennen veranstaltet. Weil die Veranstaltung bei der Bevölkerung so gut ankam, wurde ab 1811 jedes Jahr auf der Theresienwiese ein großes Fest abgehalten; als besondere Attraktion trat allerdings an die Stelle des Pferderennens eine groß angelegte Tierschau und später eine umfassende Landwirtschaftsausstellung. Seit 1996 findet das Zentral-Landwirtschaftsfest im vierjährigen Turnus parallel zum Oktoberfest auf dem südlichen Teil der Theresienwiese statt, das nächste Mal im Jahr 2020.

Bereits heuer, am 26. Oktober, wird in Schwandorf eine große Tierschau für den Nordbayerischen Raum veranstaltet. Mit vertreten sind dabei auch Rinderzüchter aus Oberfranken, die der Bevölkerung zeigen wollen, mit welchen Tieren sie hochwertige Nahrungsmittel - insbesondere Milch und Fleisch - erzeugen. Außerdem ist die Schau ein Wettbewerb der schönsten, harmonischsten und vitalsten Tiere.

Dies nahmen die Mitglieder des Jungzüchterclubs Bayreuth-Kulmbach mit dem Vorsitzenden Christian Lappe und Fachberater Hans Protschky vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Bayreuth zum Anlass, eine Schulung und Übung zur Vorbereitung und richtigen Präsentation von Zuchttieren auf einer Tierschau zu veranstalten. Man holte dazu zwei Vollprofis aus Norddeutschland, Anne-Mette Evers und deren Kollegin Bettina Rewerts.

In der Doppelgarage des Betriebes Bär in Deps erklärten die Expertinnen einige Grundsätze, die bei jeder Tierschau zu beachten sind. Nach der Theorie gingen die Jungzüchterinnen und Jungzüchter zum praktischen Teil über. Jungzüchter Christian Bär hatte ein paar Tage vorher eine relativ ruhige und zutrauliche Kuh namens "Picolo", ausgewählt, die als mögliche Schaukuh infrage kommt. Sie wurde gewaschen und entsprechend zurechtgemacht. Vom Ergebnis der Übung waren alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr beeindruckt. red

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