Bamberg

Rice läuft wieder heiß

Der Aufbauspieler ist beim 101:95-Erfolg in Vechta abermals der Matchwinner für Brose Bamberg.
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Mit diesem Dreier aus der rechten Ecke erzwingt Tyrese Rice (links) die Verlängerung. Vechtas Max DiLeo kann den Distanzwurf kurz vor der Schlusssirene nicht verhindern. Foto: Christian Becker
Mit diesem Dreier aus der rechten Ecke erzwingt Tyrese Rice (links) die Verlängerung. Vechtas Max DiLeo kann den Distanzwurf kurz vor der Schlusssirene nicht verhindern. Foto: Christian Becker

Beim Allstarday der Basketball-Bundesliga am Samstag in Trier müssen die Fans auf den Spieler mit dem derzeit wohl "heißesten Händchen" verzichten. Tyrese Rice, der Brose Bamberg am späten Donnerstagabend mit seiner 30-Punkte-Gala zum hart erkämpften 101:95-Erfolg nach Verlängerung bei Rasta Vechta geführt hatte, sagte seine Teilnahme am Show-Spektakel aufgrund von Ellenbogenproblemen ab. Diese machen ihm nach Vereinsangaben schon länger zu schaffen.

"Tyrese hat wieder einmal ein Riesenspiel gemacht", meinte Patrick Heckmann, der zusammen mit Augustine Rubit die Farben des Pokalsiegers beim Allstarspiel vertreten wird. Mit einem irren Stepback-Dreier auf einem Bein zum 84:84 1,9 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit hatte Rice sein Team in die Verlängerung gerettet. "Er übt diese Dinger regelmäßig im Training", verriet Heckmann bei magentasport.de. Mit dem knappen, aber verdienten Sieg im Spitzenspiel verdrängten die Bamberger Vechta von Rang 3 und verbesserten ihre Chancen, mit dem Heimvorteil in die erste Play-off-Runde zu gehen, erheblich.

"Wir haben in den ersten drei Vierteln ein ordentliches Spiel abgeliefert. Dann jedoch haben wir, auch aufgrund einer kleineren Rotation, etwas nachgelassen und so Rasta zurück ins Spiel kommen lassen", nannte der Bamberger Trainer Federico Perego den Grund dafür, dass sein Team einen 13-Punkte-Vorsprung (56:43, 23. Minute) wieder verspielte.

Hinzu kam, dass die Gastgeber erst von diesem Zeitpunkt an von der Dreierlinie trafen. Waren es vor der Pause nur zwei Distanzwürfe, die im Bamberger Korb einschlugen, netzten die Niedersachsen anschließend fünfmal von außen ein. Damit drehten sie das Spiel und schienen auf die Siegerstraße einzubiegen, ehe Rice in diesem spektakulären Schlagabtausch das Steuer noch einmal herumriss und wie zuletzt in der Champions League gegen Banvit Bandirma sein Team in einem wichtigen Spiel noch zum Sieg führte.

Neben Rice zeigten auch Augustine Rubit (23 Punkte/4 Rebounds), Elias Harris (16 Punkte bei nur einem Fehlwurf) und Nikos Zisis (14/7 Assists) starke Leistungen. Diesem erfahrenen Quartett war es zu verdanken, dass die Bamberger in der Verlängerung die besseren Entscheidungen trafen als ihr Gegner. Zudem trug die sehr gute Freiwurfquote (31 Treffer bei 35 Versuchen) maßgeblich zum Auswärtssieg bei.

"Will man in Vechta gewinnen, muss man einen sehr guten Tag haben. Denn Rasta spielt wirklich sehr, sehr guten Basketball. Wir haben das heute geschafft und sind glücklich darüber, denn viele Teams haben hier schon verloren", freute sich Perego über die gelungene Revanche für die klare 67:85-Niederlage aus dem Hinspiel. Damit bleibt der 34 Jahre alte Italiener als Bamberger Headcoach in der Bundesliga ungeschlagen. Wettbewerbsübergreifend stehen für den Pokalsieger, der in Vechta auf den erkrankten Ricky Hickman (Grippe) verzichten musste, nun schon elf Erfolge hintereinander zu Buche. Es wird aber erneut ein hartes Stück Arbeit, diese Bilanz fortzusetzen. Denn am Mittwoch (20 Uhr) kommt mit AEK Athen der Titelverteidiger in der Champions League zum Viertelfinal-Hinspiel in die Brose-Arena.

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