Haßfurt
Rotes Kreuz

Rettungswachen hatten 27 Einsätze in einer "verhältnismäßig normalen Nacht"

Die Teams der vier Rettungswachen im Landkreis mussten in der Silvesternacht zu 27, teils kuriosen Einsätzen ausrücken (siehe auch Seite 9). BRK-Pressesprecher Michael Will sprich dennoch von einer "v...
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Notfallsanitäter Tobias Kneuer mit seinen beiden ehrenamtlichen Kolleginnen Eva Burger (Mitte) und Lisa Gollbach  Foto: BRK
Notfallsanitäter Tobias Kneuer mit seinen beiden ehrenamtlichen Kolleginnen Eva Burger (Mitte) und Lisa Gollbach Foto: BRK

Die Teams der vier Rettungswachen im Landkreis mussten in der Silvesternacht zu 27, teils kuriosen Einsätzen ausrücken (siehe auch Seite 9). BRK-Pressesprecher Michael Will sprich dennoch von einer "verhältnismäßig normalen Nacht". Glücklicherweise seien keine Menschen durch Feuerwerkskörper ernsthafter verletzt worden.

Dennoch gab es den ein oder anderen Einsatz mit weitreichenden Folgen, wobei meist Alkohol im Spiel war. Insgesamt mussten die Einsatzkräfte der Rettungswachen in Haßfurt, Ebern, Hofheim und Eltmann zwischen 22 und 8 Uhr 27 Mal ausrücken. Die Besatzungen der Rettungswagen waren 23 Mal gefordert, achtmal musste ein Notarzt alarmiert werden.

Neben dem "normalen" Rettungsdienstalltag mit überwiegend internistischen Notfällen waren die Rotkreuz-Teams ebenso bei Einsätzen gefordert, in denen Alkohol oder sonstige berauschende Mittel eine Rolle spielten. Zu einem Fall von häuslicher Gewalt wurde das Rettungsteam aus Eltmann in den Steigerwald gerufen; dabei erlitt eine Frau eine Kopfverletzung und musste medizinisch behandelt werden. Die Eltmanner Besatzung war auch gefordert, nachdem sich eine ältere Dame bei einem Sturz erhebliche Verletzungen im Gesicht und am Kopf zugezogen hatte, die im Krankenhaus Haßfurt versorgt werden mussten.

Messer im Spiel

Zu einem nicht ungefährlichen Einsatz wurde das Team des Rettungswagens am frühen Neujahrsmorgen in den benachbarten Landkreis Bamberg gerufen. In Gaustadt gab es im Zuge einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen einer Frau und zwei Männern zwei Verletzte. Zwei Rettungswagen, ein Notarzt aus Bamberg und ein Großaufgebot der Polizei waren dort im Einsatz. Bei der Tat war unter anderem ein Messer im Spiel. Ein versuchtes Tötungsdelikt konnte zunächst nicht ausgeschlossen werden.

"Zwar waren die Rettungskräfte die ganze Nacht hindurch unterwegs und erlebten auch den ein oder anderen kuriosen Fall, Einsätze in Bezug auf Feuerwerkskörper blieben jedoch glücklicherweise aus", so BRK-Pressesprecher Michael Will. So hätten sich die Bürger im Landkreis offenbar die Mitteilungen von Polizei und Feuerwehr im Vorfeld des Jahreswechsels zu Herzen genommen und beim Hantieren mit Feuerwerkskörpern entsprechende Vorsicht walten lassen.

Panikattacke

Die insgesamt 27 Einsätze verteilten sich nach Worten von Will auf die Teams der Rettungswachen Haßfurt (7), Ebern (5), Hofheim (8) und Eltmann (7). Während in Haßfurt der Notarzt zweimal alarmiert werden musste, wurden die Notärzte an den Standorten Ebern und Hofheim im besagten Zeitraum jeweils einmal angefordert, ebenso einmal die Notärztin aus Maroldsweisach.

"Rettungsdienst und Feuerwehr arbeiten in den Haßbergen Hand in Hand, wenn es um die Rettung von Menschen geht, das Zusammenspiel funktioniert reibungslos", sagt Michael Will.

Das Team des Rettungswagens aus Hofheim wurde gegen 0.45 Uhr nach Abersfeld an den Sportplatz gerufen. Dort hatte eine Jugendliche aufgrund des Silvesterfeuerwerks eine Art Panikattacke erlitten; glücklicherweise hatte sich die junge Frau beim Eintreffen des Rettungsdienstes im Beisein von Erwachsenen bereits beruhigt und musste nicht in eine Klinik gebracht werden.

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