Lichtenfels
lichtenfels.inFranken.de  Ein arbeitsreiches Jahr ging für die Wasserwachtler zu Ende.

Rettungsschwimmer waren stark gefordert

Der heiße Sommer 2018 war eine große Herausforderung für die Aktiven der BRK-Wasserwacht, Ortsgruppe Lichtenfels, die Wachdienst und Badegastbetreuung am Oberwallenstadter Badesee und im Lichtenfelser...
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Ehrengäste und Vorstandsmitglieder der BRK-Wasserwacht Lichtenfels mit geehrten Mitgliedern sowie die fünf Nachwuchs-Wasserwachtler, die das Rettungsschwimmabzeichen in Bronze erwarben. Foto: Monika Faber
Ehrengäste und Vorstandsmitglieder der BRK-Wasserwacht Lichtenfels mit geehrten Mitgliedern sowie die fünf Nachwuchs-Wasserwachtler, die das Rettungsschwimmabzeichen in Bronze erwarben. Foto: Monika Faber

Der heiße Sommer 2018 war eine große Herausforderung für die Aktiven der BRK-Wasserwacht, Ortsgruppe Lichtenfels, die Wachdienst und Badegastbetreuung am Oberwallenstadter Badesee und im Lichtenfelser Flussbad durchführten. 1133 Einsatzstunden leisteten die jeweils sechs Personen umfassenden Wachdienstteams, das bedeutete fünf bis sechs Einsatztage am Wochenende pro Person während der Sommersaison.

Zahlreiche Erste-Hilfe-Leistungen - meist Schnittwunden und Hitzegeschädigte - mussten versorgt werden, aber auch eine erfolgreiche Lebensrettung am 12. August war zu verzeichnen, dem beherzten Einsatz des Wachteams an diesen Sonntag zu verdanken.

Michael Faber, Vorsitzender der Lichtenfelser Wasserwacht, dankte den an der Jahreshauptversammmlung zu Ehrenden, die sich oft seit Jahren im Ortsverband zum Wohle der Allgemeinheit engagieren. Unter großem Beifall erfolgte die Ehrung für 20 fürJahre Katharina Höhn und Maria Morgenroth, für 30 Jahre ging die Auszeichnung an Harald Beuschel, für 40 an Alfred Scherbel, für 50 Jahre an Norbert Backert, Helene Flittner und Gundi Schneider sowie für 60 Jahre an Rudolf Faber.

2018 sei insgesamt gesehen ein sehr arbeitsreiches, aber auch erfolgreiches Jahr gewesen, so der Vorsitzende.

Beim wöchentlichen Kinder- und Schülertraining im Hallenbad waren meist zwischen 35 bis 40 Kinder, eine große Herausforderung für die Trainer und Jugendleiter. Allerdings habe man mit Steffie Beuschel, Sandra Popp, Martina und Sebastian Faber, Thomas Morgenroth und Rüdiger Leikeim geschulte Schwimmausbilder. Und auch beim jährlichen Schwimmkurs für Kinder ab sechs Jahren sind die Schwimmausbilder Rudolf Faber, Maria Morgenroth und Steffie Beuschel recht geforderdert. Das ist eine beachtliche ehrenamtliche Leistung der Schwimmausbilder und Trainer, die im Berufsleben stehen, Familien haben und sich zudem noch am Wachdienst im Sommer beteiligen und sich über eine umfangreiche Ausbildung qualifizierten.

Technischer Leiter Rudolf Faber zeichnete weiter auf, dass 2018 insgesamt 36 Trainingsabende im Lichtenfelser Hallenbad für Schüler, Jugend und Aktive stattfanden. Im Sommer habe man auch am Oberwallenstadter See Freiwassertraining durchgeführt, das sei genauso wichtig für angehende Rettungsschwimmer wie Aktive.

Unter Beifall wurden die fünf jungen Wasserwachtler Leonie Münch, Emmi Beuschel, Heidi Brosio, Leonhard Nickel und Josua Kratowill ausgezeichnet, die das Rettungsschwimmabzeichen in Bronze erworben haben. Die Prüfung zu DRSA Bronze umfasst den Leistungsnachweis in Strecken- und Tieftauchen, Abschlepptechniken, Streckenschwimmen in Kleidung und Schwimmen auf Zeit, aber auch Kenntnis von Herz-Lungen-Wiederbelebung, für junge Leute in diesem Alter eine beachtliche Herausforderung.

Außerdem nahmen Wolfgang Sünkel, Rudolf Faber und Jugendmitglied Johannes Vogel an der ebenfalls sehr anspruchsvollen und zeitintensiven BRK-Sanitätsscheinausbildung mit Erfolg teil.

Die beiden Jugendleiterinnen Martina Faber und Steffie Beuschel machten deutlich, dass neben der fachlichen Ausbildung der jungen Wasserwachtler auch überfachliche Aktivitäten angeboten wurden. In Zusammenarbeit mit der BRK-Wasserwacht Ebensfeld fand eine Zeltlagerfreizeit statt, man habe gemeinsam einen Festzugwagen für den Kinderumzug am Lichtenfelser Schützenfest dekoriert, zwei Tagesausflüge wurden organisiert und ein vereinsinterner Schwimmwettkampf durchgeführt, analog dem Nikolausschwimmen, das viele Jahre von der Kreiswasserwacht angeboten wurde.

Steffi Beuschel appellierte in diesem Zusammenhang auch an die Verantwortlichen der Kreiswasserwacht, wieder Rettungsschwimmwettbewerbe auf Kreisebene für Kinder und Jugendliche anzubieten: Sie bemerke im Training, dass der direkte Vergleich die einzelnen Schwimmer zu Höchstleistungen ansporne.

Doch sei nicht allein eine damit verbundene Steigerung der Schwimm- und Rettungstechniken das Wichtigste, sondern das "Zusammenkommen der jungen Leute auf Kreisebene".

Unterbringung

BRK-Geschäftsführer Thomas Petrak ging auf die 2014 gegründete Schnelle Einsatzgruppe der Wasserwacht Lichtenfels ein. Seit damals hat die Gruppe ein Einsatzfahrzeug, aber das verfügt immer noch nicht über eine adäquate Garage. Diese werde aber bei geplanten Um- und Anbaumaßnahmen geschaffen, Pläne dafür seien bereits in München zur Genehmigung bei der Hauptgeschäftsführung des Bayerischen Roten Kreuzes.

Falls die Maßnahmen genehmigt würden und der Ankauf eines Grundstücks gelinge, hätten zudem das SEG-Fahrzeug, die Fahrzeuge der BRK-Sozialstation sowie die des Personals eine dritte und direkte Auffahrt auf die am Rettungszentrum vorbeiführende Henry-Dunant-Straße, was sicher die Situation vor Ort begünstige. Monika Faber



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