Bamberg
Artenvielfalt

"Rettet die Bienen!": Volksbegehren nimmt in der Region Bamberg Fahrt auf

Zuversicht herrschte im Gemeindesaal der Erlösergemeinde. Dort hatte sich zum zweiten Mal der lokale Aktionskreis für das Volksbegehren "Artenvielfalt - Rettet die Bienen!" getroffen. Tobias Sieling, ...
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Der Aktionskreis hofft auf viel Zustimmung beim Bürgerbegehren. Foto: p
Der Aktionskreis hofft auf viel Zustimmung beim Bürgerbegehren. Foto: p

Zuversicht herrschte im Gemeindesaal der Erlösergemeinde. Dort hatte sich zum zweiten Mal der lokale Aktionskreis für das Volksbegehren "Artenvielfalt - Rettet die Bienen!" getroffen.

Tobias Sieling, einer der fünf Sprecher des Bündnisses, begrüßte über vierzig Aktive aus der Stadt und dem Landkreis Bamberg. Er ging zunächst auf die bisherige Entwicklung ein. "Der Bamberger Aktionskreis ist trotz der kurzen Anlaufphase gut aufgestellt", betonte er laut der Pressmitteilung des Bündnisses. Das Volksbegehren war erst Mitte November vom Bayerischen Innenministerium zugelassen worden und läuft vom 31. Januar bis 13. Februar 2019. Der lokale Aktionskreis wird von einem überparteilichen Bündnis, verschiedenen Organisationen und Initiativen sowie zahlreichen Einzelpersonen unterstützt.

Erich Spranger, zuständig für die Plakatierung, erläuterte bei dem jetzigen Treffen das weitere Vorgehen. "Wir freuen uns, dass wir für fast alle Gemeinden des Landkreises und nahezu alle Stadtteile in Bamberg Verantwortliche gefunden haben, die sich um das Aufhängen der Plakate kümmern." In den nächsten Wochen müssen Hunderte von Plakaten und Tausende von Flyern "unters Volk" gebracht werden. Hierzu würden viele helfende Hände gebraucht.

"Die Hürde von 10 Prozent der Wahlberechtigten wollen wir nach Möglichkeit weit übertreffen, um der politischen Ebene ein starkes Signal zu senden", führte Christine Hertrich aus. Sie ist im Sprecherteam gemeinsam mit Ilona Munique zuständig für die Koordinierung der Infostände und Rathauslotsen in Bamberg.

Über die landesweite Internetseite www.volksbegehren-artenvielfalt.de hätten sich schon zahlreiche Freiwillige gemeldet. Rathauslotsen haben die Aufgabe, während der Eintragungszeit wahlberechtigte Bürger vor den Rathäusern darum zu bitten, sich für das Volksbegehren einzutragen. Insgesamt sind es in Bamberg fast einhundert Eintragungsstunden, die mit Lotsen abgedeckt werden sollen. Auch hier seien noch zahlreiche Helfer nötig, so Munique.

Wer das Volksbegehren vor Ort aktiv oder mit einer Spende unterstützen möchte, kann sich an die BN-Geschäftsstelle (bamberg@bund-naturschutz.de) wenden.

Thea Stäudel, die für die AG BauNACHhaltigkeit im Sprecherteam mitarbeitet, berichtete erfreut, dass neben lokalen Vereinen auch die Baunach-Allianz landkreis- und bezirksübergreifend das Volksbegehren unterstützt. Einig waren sich die Anwesenden, dass das Volksbegehren ein Stück bayerische Geschichte schreiben könne, was die Reform des Naturschutzgesetzes betrifft: "Die vorgesehenen Änderungen können die Artenvielfalt in Bayern erhalten und so Vorbild für andere Regionen sein." red



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