Pretzfeld
Stellungnahme

Respekt vor der WBV

Zum Bericht "Kampagne zum Waldumbau" vom 30. August und zur Stellungnahme "Jäger erfüllen gesetzliche Aufgaben" des Vereins "Jagdagenda 21" (Ludwig Linder) vom 31. August hat uns eine weitere Stellung...
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Zum Bericht "Kampagne zum Waldumbau" vom 30. August und zur Stellungnahme "Jäger erfüllen gesetzliche Aufgaben" des Vereins "Jagdagenda 21" (Ludwig Linder) vom 31. August hat uns eine weitere Stellungnahme des Ökologischen Jagdvereins Bayern erreicht.

Dessen Vorsitzender Wolfgang Kornder aus Ulsenheim (Kreis Neustadt/Bad Windsheim) merkt an: "Ludwig Linder hat völlig recht: Es gibt einen Abschussplan, der in jedem Revier eingehalten werden soll. Aber: Außer in den bayerischen Staatsforsten und den kommunalen Wäldern haben diese oftmals den Charakter ,arabischer Frontberichte'. So erklärt sich, dass in manchen Revieren trotz angeblich stetig steigender Abschusszahlen das forstliche Verbissgutachten nicht besser wird, während in anderen Revieren - oftmals in unmittelbarer Nähe - der Wald vielfältig wächst."

Das Vegetationsgutachen, das seit 30 Jahren erstellt wird, sei ein untrüglicher Beweis dafür, dass in der Jägerschaft große Defizite bestünden. Vieles scheine wichtiger zu sein als der Schutz des Ökosystems Wald. "Anstatt das Problem anzugehen, werden andere Schuldige gesucht, wie zum Beispiel die Waldbesucher", erklärt Wolfgang Kornder weiter. Dabei zeige das Beispiel Stadtwald Bamberg, dass eine verantwortungsbewusste, waldgerechte Jagd auch bei hohem Besucherdruck zu einer faszinierenden Waldverjüngung auf großer Fläche ganz ohne Zäune führe.

Die Trocken- und Hitzeschäden an den Waldbäumen seien nicht mehr übersehbar. "Wir müssen weg von den Kiefern- und Fichtenmonokulturen hin zu gemischten Wäldern", fordert Kornder. Und da brauche es Jäger, die ihrer Verantwortung gerecht würden. Und weiter: "Respekt dem Vorsitzenden der Waldbesitzervereinigung (WBV) Fränkische Schweiz, Ludwig Thiem, der das erkannt und sich getraut hat, es auch auszusprechen. Viele Waldbesitzer trauen sich das nicht. Aber vielleicht wird ja mit zunehmendem Leidensdruck (absterbende Altbäume, undichte Zäune, vertrocknete Pflanzungen) der Mut steigen." red



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