Tettau
kleintettau.inFranken.de  Der Staffellauf bei Kleintettau findet auch bundesweit immer mehr Freunde.

Rennen am Rennsteig

Für die Helfer war der 21. Rennsteig-Staffellauf an der Schildwiese bei Kleintettau ein sehr langer ehrenamtlicher Arbeitseinsatz. Sie zeichneten verantwortlich dafür, 231 Läufer beim Einlauf zur Wech...
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Wechsel der Startnummer 536, Laufteam Erfurt, das Sieger der Mixstaffel wurde. Zu sehen sind die Helfer der Wechselstation Schildwiese von links Stefan Wick, Bürgermeister Peter Ebertsch (stehend), Sandra Ebertsch (am Protokoll sitzend) und Wolfgang Heinz. Foto: Karl-Heinz Hofmann
Wechsel der Startnummer 536, Laufteam Erfurt, das Sieger der Mixstaffel wurde. Zu sehen sind die Helfer der Wechselstation Schildwiese von links Stefan Wick, Bürgermeister Peter Ebertsch (stehend), Sandra Ebertsch (am Protokoll sitzend) und Wolfgang Heinz. Foto: Karl-Heinz Hofmann

Für die Helfer war der 21. Rennsteig-Staffellauf an der Schildwiese bei Kleintettau ein sehr langer ehrenamtlicher Arbeitseinsatz. Sie zeichneten verantwortlich dafür, 231 Läufer beim Einlauf zur Wechselstation zu registrieren, und schickten weitere 231 Staffelteilnehmer von hier aus auf die vorletzte von zehn Etappen, die nach Grumbach führte. Zwischen 5 Uhr und 6 Uhr früh wurden die Startläufer von 231 Staffeln (davon 12 Frauen-, 151 Männer- und 68 Mixstaffeln) auf die zehn Etappen von Hörschel bei Eisenach bis nach Blankenstein (Saale-Orla-Kreis) geschickt. Die insgesamt 2310 Teilnehmer legten die über 168 Kilometer lange Rennsteigstrecke zurück. Es handelt sich um Deutschlands größten Staffellauf auf dem berühmtesten Weitwanderweg Europas, dem Rennsteig.

Herausforderung

Dies ist eine große Herausforderung für alle Teilnehmer, für Polizei und Feuerwehren, besonders aber auch für die eingesetzten Teams an Start und Ziel sowie an den Wechselstationen. An der Schildwiese in Kleintettau wurden 462 Staffelteilnehmer registriert. 231 liefen erschöpft ein und überreichten nach Zeitmessung ihren Transponder als Stab weiter. Hier zählt nicht nur die läuferische Leistung, sondern auch Teamgeist ist gefordert. Diesmal allerdings mit geänderten Start- und Zielstandorten. Der 21. Staffellauf startete erstmals in Hörschel mit Ziel in Blankenstein.

Das war für das Team an der Schildwiese eine ganz neue und noch größere Herausforderung, hatte man nunmehr den Wechsel von der achten zur neunten Etappe zu bewältigen. Das bedeutete viel Arbeit für das Helferteam mit Stefan Wick, der für seinen Vater, den Zweiten Bürgermeister von Tettau, Falk Wick, eingesprungen war. Weiter gehörten zum Team Bürgermeister Peter Ebertsch und seine Ehefrau Sandra Ebertsch sowie Peter Dressel. Seit einiger Zeit sind hinzugekommen Wolfgang Heinz und Jonas Schmidt sowie zum ersten Mal Benjamin Eschrich.

Die ersten Läufer wurden gegen 14.30 Uhr registriert, die letzten Staffeln durchliefen die Wechselstation nach 20 Uhr. So richtig heftig wurde es zwischen 16 Uhr und 17 Uhr, als die Großzahl der Teilnehmer eintraf.

Alle haben sportlichen Ehrgeiz

Interessant war, wie unterschiedlich die Teilnehmer trainiert sind. Da sind Profis dabei, die laufen durch die Wechselstation, als wollten sie weitere 16 Kilometer zurücklegen, andere wiederum ächzen nur noch und suchen nach Wasser, um weiter aufrecht gehen zu können. Gemeinsam haben aber alle sportlichen Ehrgeiz, verbunden mit Leidenschaft, um eine circa 16 Kilometer lange Etappe über Höhen und Täler entlang des Rennsteigs hinter sich zu bringen.

Der Rennsteig-Staffellauf ist längst keine Thüringer Angelegenheit mehr, sondern er weckt bundesweit Interesse bei Laufsportlern. Es kamen Staffeln aus Berlin, Potsdam, Düsseldorf, Leipzig und Niedersachsen. Behörden wie die Polizei schicken ebenso Staffeln wie Kliniken, Banken und Unternehmen. Der Lauf wurde auf circa 230 Staffeln begrenzt, da die logistische Aufgabe für Sicherheitskräfte und Organisatoren mit noch mehr Teilnehmern nicht zu meistern wäre. Bürgermeister Peter Ebertsch sprach und Helfern großen Dank aus.

Das Großereignis konnte logistisch gemeistert werden, insbesondere durch den Einsatz der Polizeiinspektionen Ludwigsstadt, Kronach und Coburg, der Feuerwehren und des Deutschen Roten Kreuzes der Bergwacht Lauscha. K.-H. Hofmann

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