Eine vierköpfige Escorte von Ehrenamtlichen des Malteser Hilfsdienstes bringt am Donnerstag, 25. Oktober, den rund 40 Kilo schweren Schrein mit einer Rippe der heiligen Bernadette nach Heroldsbach. Fünf Tage lang ist er dort in der Marienkirche der Gebetsstätte zu sehen. Es ist das erste Mal, dass der Schrein mit der Reliquie von Bernadette Soubirous, die am 8. Dezember 1933 heilig gesprochen wurde, auf Reisen geht. Entnommen wurde die Rippe, die fest im dem hölzernen, reich verzierten Schrein verborgen bleibt, 1925, kurz vor der Seligsprechung der Müllerstochter aus Südfrankreich. Bernadette, der 1858 in Lourdes, als sie gerade 14 Jahre alt war, die Muttergottes erschienen war, wird von Kranken angerufen. Die katholische Kirche hat bislang 70 Heilungen, die auf eine Anrufung der Heiligen zurückgeht, offiziell als Wunder anerkannt. "Wir möchten für die Pilger und Kranken in Deutschland, die zur Linderung ihrer Beschwerden und ihres Leides auf die Fürsprache der Heiligen Bernadette bei Gott setzen, den Weg verkürzen", beschreibt Adelheid Freifrau von Gemmingen, Bundes-Koordinatorin der Malteser, den Grund für das Engagement der Hilfsorganisation. JH