Untermembach

Rehder will es noch mal wissen

Der amtierende Heßdorfer Bürgermeister strebt eine weitere Amtszeit an.
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Fraktionsvorsitzende Anja Willert gratulierte Horst Rehder zur Nominierung. Foto: Richard Sänger
Fraktionsvorsitzende Anja Willert gratulierte Horst Rehder zur Nominierung. Foto: Richard Sänger

Eine Überraschung ist es nicht: Heßdorfs Bürgermeister Horst Rehder (BB) tritt am 15. März 2020 wieder an. Bei der Nominierungsversammlung des Bürgerblocks im Untermembacher Gasthaus Noppenberger konnte Vorsitzender Andreas Ort mehr als 20 Mitglieder und Interessierte begrüßen. Bei der geheimen Wahl, die von der Fraktionsvorsitzenden Anja Willert geleitet wurde, stimmten 21 der 22 anwesenden Stimmberechtigten für Horst Rehder.

Zu Beginn der Nominierungsversammlung gab Andreas Ort einen kurzen Rückblick auf die Arbeit des Bürgerblocks, der vor elf Jahren gegründet wurde und aktuell 54 Mitglieder zählt. "Unser Grundsatz lautet: Politik von Bürgern für die Bürger", erklärte der Vorsitzende. So sei der Bürgerblock eine Interessengemeinschaft parteipolitisch unabhängiger Bürger, die sich für das Gesamtwohl der Gemeinde Heßdorf und seiner Ortsteile sowie von deren Bürgern kommunalpolitisch betätigt.

Die Öffentlichkeit habe dem Bürgerblock zwar keine lange Lebensdauer vorausgesagt, aber die zweimalige Bestätigung der Wähler für Horst Rehder habe das Gegenteil bewiesen. "Bürgermeister Horst Rehder und die Gemeinderäte des Bürgerblocks haben einen großen Anteil an der politischen Gestaltung der Gemeinde Heßdorf", sagte der Vorsitzende, und die Fraktionsvorsitzende ergänzte: "Horst Rehder und unsere Gemeinderäte haben das Wohl der Gemeinde nicht aus den Augen verloren." Er habe zusammen mit seinem Team in der Gemeindeverwaltung und mit dem Gemeinderat "einiges bewegt zum Wohle der Gemeinde Heßdorf".

Begonnene Projekte beenden

Er stelle sich gerne wieder zur Wahl und er hofft, bei der Wahl im März 2020 zum dritten Mal das Vertrauen der Wähler zu erhalten, betonte Rehder. Ihm sei wichtig, dass auch seine Familie hinter seiner Entscheidung stehe. Ohne deren Unterstützung und Verständnis gehe es nicht, außerdem habe er auch viel Zuspruch aus der Bevölkerung erhalten.

Ihm ist aber auch bewusst, dass es in jeder Kommune auch andere Strömungen gebe, denn "allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann", zitierte der Bürgermeister. Er nehme ebenso wie die Kollegen des Gemeinderates das Amt sehr ernst und mit ihm werde es keine Klientel-Politik geben. Die Liste der abgeschlossenen und begonnen Projekte sei lang und sein Ziel sei, die gerade laufenden Projekte zu Ende zu bringen. "Das bin ich mir schon selbst schuldig." Die Großprojekte in Heßdorf, beginnend mit der Generalsanierung des Hannberger Schulgebäudes, dem Feuerwehrgerätehaus in Heßdorf, der Abwasserüberleitung nach Erlangen und der nahezu fertigen Freizeitanlage zwischen Heßdorf und Untermembach seien Aufgaben, die der Verwaltung viel abverlangen.

Damit sei aber noch nicht das Ende erreicht, denn das Baugebiet Heßdorf-Süd warte auf die Umsetzung, Kindergarten und Krippe müssten erweitert werden und seien weitere Herausforderungen. Dazu kämen weitere Investitionen in die gemeindlichen Feuerwehren, Sanierung der Brücken und eine Reihe von kleineren Maßnahmen.

Dem Bürgermeister sind vor allem auch Senioren, Vereine und die Jugend sehr wichtig. "Ich möchte die Jugend für unsere Gemeinde begeistern und ihr Interesse für die Kommunalpolitik wecken", kündigte der Bürgermeister die nächste Jugendkonferenz an. Denn die Jugend müsse gehört werden und ihre Ideen und Vorschläge sollten und müssten eine Rolle in der Kommunalpolitik spielen, schließlich seien sie die Zukunft jeder Kommune.

Der Bürgerblock Heßdorf verfügt im Gemeinderat mit dem Bürgermeister über sieben Sitze. Bei der "außerplanmäßigen" Wahl am 15. Januar 2012 nach dem krankheitsbedingten Rücktritt des langjährigen Bürgermeisters Helmut Maar (BB) konnte sich Horst Rehder bei der Stichwahl gegen Robert Ort durchsetzen.

Seine Amtszeit wurde von vornherein bis 2014 begrenzt, um die Heßdorfer Bürgermeisterwahl wieder in den allgemeinen Turnus zu bringen und mit der Gemeinderatswahl zu synchronisieren. Horst Rehder wurde 2014 mit 62,87 Prozent der gültigen Stimmen gegen Manfred Bäreis von der CSU dann zum zweiten Mal zum Bürgermeister gewählt.

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