Ebersdorf

Reger Austausch mit dem Bürgermeister

Die Bürgerversammlung in Frohnlach für alle Ortsteile von Ebersdorf wurde wieder zum Ereignis. Blasmusik und ein Frühschoppen sorgten wieder dafür, dass sich die Redner wohlfühlten und von ihrem Mitspracherecht Gebrauch machten.
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Manfred Kahlert möchte den Lkw-Verkehr aus der Ortsmitte bekommen.  Fotos: Alexandra Kemnitzer
Manfred Kahlert möchte den Lkw-Verkehr aus der Ortsmitte bekommen. Fotos: Alexandra Kemnitzer
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Alexandra Kemnitzer Um die Bürgerversammlung attraktiver zu machen, wurde vor drei Jahren ein neuer Weg beschritten. Seither wird eine Versammlung für alle Gemeindeteile mit Frühschoppen in der Frohnlacher Kultur- und Sporthalle abgehalten. Die aktuelle Versammlung umrahmte der Musikverein Ebersdorf-Grub musikalisch. "Dass wir mit diesem Format auf dem richtigen Weg sind, zeigt auch heuer wieder die sehr gut gefüllte Halle", stellte Bürgermeister Bernd Reisenweber fest.

Das Gemeindeoberhaupt eröffnete den Reigen der Berichte aus den Fachbereichen. Personelle Veränderungen gab es durch altersbedingtes Ausscheiden und Neueinstellungen bei den Beschäftigten der Gemeinde. Zum Energiewirt hat sich Patrick Vogt weiterbilden lassen. Zahlreiche Veranstaltungshighlights erstreckten sich über das Jahr. Zudem sind verschiedene Projekte angelaufen. Noch heuer ist die Fertigstellung der Tagespflege des Bayerischen Roten Kreuzes geplant. Im kommenden Frühjahr soll dann auch das Betreute Wohnen des ASB Coburg fertiggestellt sein.

Etwas wirklich Gutes bahne sich mit der Erarbeitung und Umsetzung eines gemeinsamen Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts an, sagte Reisenweber. Der interkommunale Zusammenschluss "Allianz B303+" bestehe zwischenzeitlich aus zehn Kommunen.

Das Gesamtvolumen des Haushaltsplans 2019 bezifferte Kämmerer Tom Schultheiß mit 17 070 276 Euro. Für die gesamte Gemeinde sei kürzlich eine Bürgerstiftung ins Leben gerufen worden.

Über Projekte und Maßnahmen aus der Bauverwaltung informierten Dagmar Unziker und Stefan Hengel. Unter anderem wurden Bauanträge für 26 Wohnhäuser, zwölf An- und Umbauten sowie für vier Gewerbebauten eingereicht. Durch die Aufstellung des Bebauungsplans "Lange Maase Süd" wurde dieses Baugebiet erweitert und weitere Baurechte für Wohnhäuser geschaffen. Sehr begehrt ist auch das Baugebiet "Am Weinberg" in Frohnlach. Im vierten Bauabschnitt werden 19 weitere Bauplätze erschlossen. Derzeit erfolgen hier die Restarbeiten. Für die Baumaßnahmen am Bahnhof Ebersdorf läuft die Ausschreibung der Tiefbauarbeiten. Neben dem Bau einer P+R-Anlage mit 41 Stellplätzen entstehen nördlich und südlich der Bahnhofstraße zwei Fahrradunterstände. Zudem wird ein Geh- und Radweg angelegt und der Platz gestaltet. Eine Maßnahme des Landratsamts Coburg mit der Deutschen Bahn AG ist die Unterführung der Bahnstrecke in der Garnstadter Straße. Neben den fast zweieinhalb Kilometer langen Pumpleitungen zwischen dem geplanten Pumpwerk der Großgarnstadter und der Frohnlacher Kläranlage entstehen in Frohnlach auch ein Rückstaukanal und ein Regenrückhaltebecken. Seitens der Gemeindewerke wurde die Trinkwasserleitung in der Zeickhorner Straße erneuert, und zwar im Vorgriff auf den Komplettausbau durch die Gemeinde in den Jahren 2020 bis 2021, erläuterte Armin Hartung.

Die Bürger hatten Redebeiträge, die sich oftmals auf den Straßenverkehr bezogen. Da es schnell eng wird, wenn sich Lastwagen an der Kreuzung am Rathaus begegnen, regte Anlieger Manfred Kahlert an, zu prüfen, ob es Möglichkeiten gibt, den Lkw-Verkehr weiter aus der Ortsmitte herauszubringen.

Um die Verkehrssicherheit im Bereich Am Weinberg und in der Sonnefelder Straße in Frohnlach zu verbessern, wurde die Verkehrsführung geändert. Einige Anlieger sehen hier aber keine Verbesserung und machten dies deutlich. So bat Helga Schmidt darum, die neue Regelung zu überprüfen und, wenn möglich, die ursprüngliche wieder herzustellen.

Bis Februar 2021 wurde die Verkehrsüberwachung für den ruhenden Verkehr verlängert. Gerd Stamm regte an, die Überwachung auf Temposünder auszuweiten. Die Sprechstunden werden gut angenommen. Ab 1. Januar 2020 werden sie im 14-tägigen Rhythmus immer donnerstags von 16.30 bis 17.30 Uhr im Rathaus abgehalten.

Kurt Stenzel hätte sich auch in der Nähe des vorderen Bahnhofsbereichs eine ähnliche Lösung wie die Unterführung in der Garnstadter Straße gewünscht. Bernd Reisenweber führte hierzu aus, dass platzbedingt ein solcher Zugang unter dem Aspekt der Barrierefreiheit nicht realisierbar gewesen seien.

Angelika Letalik-Teuber wies auf die vermorschten Holzpalisaden an den drei großen Linden in Oberfüllbach hin und bat, diese zu reparieren. Das sei bereits an den Bauhof weitergegeben worden, sagte die Gemeindeleitung.

Klaus Knorr bat darum, sich der Bodenwellen auf Höhe des ehemaligen Gasthofes "Goldener Stern" anzunehmen, damit die Canterstraße ruhiger werde.

Die angespannte Platzsituation im Kindergarten brachte Sabine Hauck vor. Um hier Abhilfe zu schaffen, werde seitens der Gemeinde das Möglichste versucht, versicherte der Bürgermeister.

Nachdem die obere Eingangstüre des Rathauses hart ins Schloss fällt, schlug Georg Klug vor, das Problem mit einem Türschließer zum Abdämpfen des Schwungs zu beheben. Da Radfahren zunehmend beliebter wird, regte Frank Kaiser an, zweimal jährlich die Radwege zu reinigen, da beispielsweise viel Laub auf den Strecken liege.

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