Gemeinsam mit der Gemeinde und den Bewohnern vor Ort sollen in Haller ndorf weitere regionale Potenziale für eine zukunftsfähige Gebäudeversorgung jenseits von fossilen Brennstoffen genutzt werden und die Bewohner auch in den Hallerndorfer Gemeindeteilen Trailsdorf und Schlammersdorf von verlässlichen Preisen profitieren.
Bei der Konzeptidee des Nahwärmeprojekts stehen die effiziente Energienutzung und - kopplung von Strom und Wärme im Zentrum. Die gesamtheitliche Energieversorgung eines geplanten Neubaugebiets und des Gebäudebestands ist darauf ausgelegt, die Leitungsverluste und den besonders für Neubauten und Sanierungen bedeutenden Primärenergiefaktor gering zu halten - beispielsweise durch flankierende Nutzung von Sonnenenergie oder Abwärme aus Biogasanlagen.
Die Vorteile einer kommunalen Wärmeversorgung, die technischen Möglichkeiten dafür und die Einflussfaktoren einer nachhaltigen Versorgung von Gebäuden in Trailsdorf und Schlammersdorf waren die Hauptthemen eines Informationsabends, an dem der Forchheimer Energieversorger "Naturstrom" die ersten Planungen zur Versorgung weiterer Ortsteile Hallerndorfs vorstellte. Grundlage für die weitere Konkretisierung der Planungen sind Fragebögen, die Interessierte bis 30. November an "Naturstrom" schicken bzw. im Rathaus Hallerndorf abgeben können. Eine Infoveranstaltung zu den weiteren Schritten zur Realisierung des Bauabschnitts ist im kommenden Frühling geplant.


Heizen am Fuße des Kreuzbergs

Letztes Jahr hat "Naturstrom" in Hallerndorf ein Nahwärmenetz verlegt, das bereits rund 100 Gebäude mit regenerativer Wärme versorgt. Das Herzstück ist die Energiezentrale, deren innovative Technik, so eine Pressemitteilung des Energieversorgers weiter, nicht nur für die verlässliche Wärmeversorgung sorgt, sondern auch durch eine große Glasscheibe Einblicke gewährt.
Umgeben wird die Energiezentrale von der größten Freiflächen-Solarthermieanlage Bayerns in Kombination mit einem Nahwärmenetz. Rund 61 000 Liter Heizöl können allein durch die Kraft der Sonne jährlich eingespart werden.
Die Nahwärmeversorgung in Hallerndorf zeigt, wie eine umweltfreundliche Wärmeversorgung und gelebter Klimaschutz auf Gemeindeebene funktionieren können. red