Ebermannstadt
Vorsorge

Rechtzeitig um Vollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung kümmern

Die Bundestagsabgeordnete und Obfrau der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für den Bereich Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Silke Launert, war zu Gast bei der Kreis-Senioren-Union Forchheim. Launert, we...
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Die Bundestagsabgeordnete und Obfrau der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für den Bereich Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Silke Launert, war zu Gast bei der Kreis-Senioren-Union Forchheim.
Launert, welche vor einigen Jahren als Betreuungsrichterin tätig war, hielt in Ebermannstadt im Seniorenzentrum Fränkische Schweiz vor den Mitgliedern der Senioren-Union, der Seniorenvereinigung "+55" sowie weiteren Interessierten einen Vortrag zu dem Thema "Betreuungsrecht und Patientenverfügung".
Es bringe nichts, dieses Thema zu verdrängen oder vor sich herzuschieben. Früher oder später hole die Materie alle ein, sagte die Bundestagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Bayreuth-Forchheim.


Mit dem Tod auseinandersetzen

"Viele planen ihre Urlaubsreise minutiös, aber mit Fragen von Leben und Tod wollen sie sich nicht auseinandersetzen. Diese Haltung kann aber gravierende, im Nachhinein nicht mehr zu korrigierende, Folgen nach sich ziehen", betonte Launert. Die Bezirksvorsitzende der Frauen-Union Oberfranken verdeutlichte die Unterschiede zwischen einer Vorsorgevollmacht, einer Betreuungsverfügung und einer Patientenverfügung.
Im Rahmen einer Vorsorgevollmacht werde die Wahrnehmung einzelner oder sogar aller Angelegenheiten rechtsgeschäftlich übertragen. Die Erteilung der Vollmacht setze grenzenloses Vertrauen voraus. "Der Bevollmächtigte hat weitgehend freie Hand. Insbesondere ist er dem Gericht gegenüber nicht rechenschaftspflichtig", erläuterte die Abgeordnete.


Thema bewegt die Menschen

Anders sei dies bei der gesetzlichen Betreuung. In diesem Fall bestelle das Gericht einen Betreuer. Eine weitere Gestaltungsmöglichkeit sei die Betreuungsverfügung. Hier könne bestimmt werden, wen das Gericht als Betreuer bestellen soll. In einer Patientenverfügung werde wiederum festgelegt, ob und wie in bestimmten Situationen ärztlich behandelt werden soll. In der anschließenden Diskussion wurde sichtbar, dass die angesprochene Thematik viele bewegt.
Vorlagen beziehungsweise Hinweise für die Gestaltung einer Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und einer Patientenverfügung sind auf der Internetseite des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz abrufbar. red
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